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Ausgabe September 2016, KW 35

Große Pläne für den Klimaschutz – Keine Pläne für den Infrastrukturausbau | Bildnachweis: © Initiative Agora Verkehrswende

Große Pläne für den Klimaschutz – Keine Pläne für Infrastrukturausbau

Digitalisierung, Elektromobilität, Verkehrswende – diese drei Schlagworte bestimmen mehr und mehr die verkehrspolitischen Diskussionen und sicher auch die am 20. September beginnende Bahntechnik-Weltmesse Innotrans in Berlin. Mit der Agora Verkehrswende meldet sich eine neue Stimme – eine von Stiftungsgeldern getragene Institution: Sie will auf breiter Front das Bewusstsein für den Klimaschutz wecken und die Dekarbonisierung durch die Verkehrswende weg von den fossilen Brennstoffen vorantreiben. Dafür könnte hochmoderner, digitalisierter Schienenverkehr seinen Beitrag leisten, sagt die Bahnindustrie. Und sie liefert mit dem ersten Brennstoffzellen-Triebzug ein zukunftsweisendes Beispiel emissionsfreier Elektromobilität. Doch der Infrastrukturausbau kommt nicht voran: Zwar fehlt nicht das Geld, dafür aber Planungsingenieure. Und so dreht sich der Bröckel-Index, mit dem „Damit Deutschland vorne bleibt“ den Verfall der Verkehrsinfrastruktur als Volksvermögen dokumentiert, mit unveränderter Geschwindigkeit weiter.

Trotz Verkehrswegeplan: Infrastruktur bröckelt weiter | Bildnachweis: © Infra Dialog Deutschland GmbH

Trotz Verkehrswegeplan:
Infrastruktur bröckelt weiter

Kaum vorstellbare Milliardensummen sollen durch den neuen Bundesverkehrswegeplan landauf, landab in die maroden Verkehrsinfrastrukturen fließen, doch die Gelder kommen heute schon kaum an weil es nur wenig baureife Projekte gibt. So kletterte der Bröckel-Index, der den volkswirtschaftlichen Verlust an Schienen, Straßen, Brücken und Tunnel notiert, in der ersten Jahreshälfte unaufhörlich weiter – um mehr als zwei Milliarden Euro auf über 53 Milliarden Euro.
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Dekarbonisierung – der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft | Bildnachweis: © Stiftung Mercator

Dekarbonisierung – der Schlüssel
zur Mobilität der Zukunft

Der Verkehrssektor belastet die Umwelt heute mit annähernd derselben Menge an Treibhausgasen wie 1990. In Deutschland sind das über 160 Millionen Tonnen im Jahr. Die Verkehrswende hat zum Ziel, Verkehr bis zum Jahr 2050 klimaneutral, also ohne Emissionen, zu gestalten. Das geht nicht ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens, sagt Christian Hochfeld, Direktor der neu geschaffenen Initiative Agora Verkehrswende, einer Initiative der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation.
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Grüne Welle auf der Schiene | Bildnachweis: Uwe Miethe | © Deutsche Bahn AG

Grüne Welle auf Schienen
mit der Brennstoffzelle

Premiere für die Verkehrswende: Auf der Bahntechnikmesse Innotrans ab 20. September in Berlin präsentiert Hersteller Alstom den ersten Nahverkehrstriebzug mit Brennstoffzellen-Antrieb. Elektrischer Bahnbetrieb statt Diesel-Emissionen auf der nicht elektrifizierten Schieneninfrastruktur in ländlichen Räumen rückt in greifbare Nähe.
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Digitalisierung des Schienenverkehrs nicht anderen überlassen | Bildnachweis: © astrosystem | 109678570 | fotolia.com

Digitalisierung des Schienenverkehrs
nicht anderen überlassen

Die öffentliche Diskussion um Elektromobilität und autonomes Autofahren verstellt weithin den Blick auf die Möglichkeiten und Chancen, die die Digitalisierung dem Schienenverkehr bringt. Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB), über die Potenziale digitalisierter Bahninfrastrukturen für Verkehrswende und Klimaschutz. weiterlesen

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