Bröckel-Index zeigt drastischen Wertverlust

Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist Teil des Volksvermögens. Da ihre Instandhaltung seit Jahren drastisch unterfinanziert ist, hat dieses Vermögen allein seit 2005 mehr als 51 Milliarden Euro an Wert verloren. Mit einem Verschleißbarometer, dem „Bröckel-Index“, macht die Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ diese nachhaltige Vernachlässigung des wertvollen Volksvermögens „Infrastruktur“ jetzt sichtbar.

ÖPNV-Umfrage: Klimaschutz braucht mehr Marktanteile

ÖPNV-Umfrage: Klimaschutz braucht mehr Marktanteile

In den Ballungsgebieten sind Busse und Bahnen in den Spitzenzeiten gefüllt bis zum letzten Stehplatz, in ländlichen Regionen nutzen 60 Prozent der Bevölkerung den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) so gut wie nie. Im Interesse des Klimaschutzes wollen die Verkehrsunternehmen in Stadt und Land ihren Marktanteil deutlich erhöhen und fordern dazu von der nächsten Bundesregierung einen nationalen Masterplan.

Mit der Smart-Trucking-App am Lkw-Stau vorbei

Mit der Smart-Trucking-App am Lkw-Stau vorbei

Erst Flüge und Hotelbetten, dann Pauschalreisen und Taxis von Uber: Mit der Digitalisierung entstehen Online-Plattformen, die die Kerngeschäfte der klassischen Verkehrsunternehmen angreifen. Eine Studie der internationalen Unternehmensberatung Oliver Wyman sieht nun auch für das Transport- und Logistik-Geschäft „Smart Trucking“ und die „Shared Mobility“ kommen. Mitautor und -gesellschafter Joris d’Incà im Interview zu den Perspektiven für Straßen- und Schieneninfrastruktur.

Containerzüge ab Brauerei zum Hamburger Hafen

Containerzüge ab Brauerei zum Hamburger Hafen

Die Warsteiner Brauerei im gleichnamigen Städtchen im Sauerland baut ihre Schienenlogistik aus und öffnet gemeinsam mit einem Speditionspartner ihre Zugkapazitäten für Container-Transporte aus der Region zum Hafen Hamburg. Partnerbahn ist die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE).

Infrastruktur aktuellFehmarnbelttunnel: Bauverträge unterzeichnet | Bild: femern.com

Fehmarnbelt-tunnel: Bauverträge unterzeichnet

Das umstrittene Projekt des Fehmarnbelttunnels zwischen Deutschland und Dänemark im Zuge der „Vogelfluglinie“ ist formal einen Schritt weiter. Ende Mai wurden die vier Hauptbauverträge im Wert von vier Milliarden Euro zwischen den internationalen Baukonsortien und der dänischen Regierung unterzeichnet. Der Baubeginn ist aber weiter völlig offen.

Bildnachweis: AlpTransit Gotthard AG

Gotthard und Brenner: Im Basistunnel flach durch den Berg

Ein Bauwerk der Superlative: Zwei Tunnel, beide 57 Kilometer lang, durchqueren den Alpen-Hauptkamm und das Gotthard-Massiv bis zu 2.300 Meter tief unter den Berggipfeln – das ist nicht nur der längste, sondern auch der tiefste Eisenbahntunnel der Welt. Nach den Eröffnungsfeiern beginnt der Testbetrieb der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Ab Fahrplanwechsel im Dezember ist der reguläre Betrieb geplant. Rekordverdächtig ist auch der Brenner-Basistunnel, doch mit „nur“ 55 Kilometern wird er knapp kürzer sein als das Gotthard-Bauwerk.

Bildnachweis: Deutsche Bahn AG

Internationale Vernetzung der Basistunnel durch Zulaufstrecken

Der Bau der beiden Alpen-Basistunnel Gotthard und Brenner wird der europäischen Schieneninfrastruktur erhebliche Impulse bringen – jedenfalls dann, wenn die Zulaufstrecken im Norden und Süden für den erwarteten Mehrverkehr ausgebaut sind. Im Norden betrifft das überwiegend das deutsche Bahn-Netz, insbesondere die Rheintalstrecke Basel – Karlsruhe und die Strecken in Südbayern, mit Wirkungen deutschlandweit bis zu den Seehäfen.