4. Deutschland-Tag des Nahverkehrs: Der Bus bewegt besser – und nachhaltiger

Mit dem 4. Deutschland-Tag des Nahverkehrs haben der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und die Infrastrukturinitiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ gemeinsam mit rund 40 Verkehrsunternehmen heute Bund und Länder dazu aufgerufen, sich gerade auch vor dem Hintergrund der Klimadebatte stärker für den Öffentlichen Verkehr zu engagieren. Dabei stand der Bus im Mittelpunkt des diesjährigen Aktionstages – als tragende Säule der Mobilität und darüber hinaus als unverzichtbares Instrument für den Klimaschutz.

Busfahren ist aktiver Klimaschutz

Busfahren ist aktiver Klimaschutz

Die Vorgaben sind ambitioniert. Bis 2050 will die Bundesregierung nahezu komplett auf den Ausstoß von Treibhausgasen verzichten. Um das zu erreichen, müsste auch der Verkehr klimaneutral gestaltet werden. Fakt ist allerdings: Im Verkehrssektor sind die Emissionen seit 1990 nicht gesunken. Experten fordern daher die Verkehrswende und wollen unter anderem den Umweltverbund stärken. Als eine tragende Säule der Mobilität leistet der Bus bereits heute einen entscheidenden Beitrag.

Potenziale voll ausschöpfen

Potenziale voll ausschöpfen

Der Linienbus leistet bereits heute einen enormen Beitrag in Sachen Klimaschutz. Dabei ist das Einsparpotenzial im Bereich der Emissionen längst noch nicht ausgeschöpft. So sind neben den technisch ausgereiften und mit EURO VI-Norm äußerst abgasarmen Dieselbussen beim Linienbus bereits zahlreiche weitere Innovationen von Leichtbau über Getriebeauslegungen bis hin zu neuen Antriebsarten im täglichen Betrieb. Viele Verkehrsunternehmen setzen zudem auf batteriebetriebene Elektrobusse.

Infrastruktur bröckelt weiter | Bildnachweis: © Infra Dialog Deutschland GmbH

Trotz Verkehrswegeplan: Infrastruktur bröckelt weiter

Kaum vorstellbare Milliardensummen sollen durch den neuen Bundesverkehrswegeplan landauf, landab in die maroden Verkehrsinfrastrukturen fließen, doch die Gelder kommen heute schon kaum an, weil es nur wenig baureife Projekte gibt. So kletterte der Bröckel-Index, der den volkswirtschaftlichen Verlust an Schienen, Straßen, Brücken und Tunnel notiert, in der ersten Jahreshälfte unaufhörlich weiter – um mehr als zwei Milliarden Euro auf über 53 Milliarden Euro.

Grüne Welle auf der Schiene | © ALSTOM

Grüne Welle auf Schienen mit der Brennstoffzelle

Premiere für die Verkehrswende: Auf der Bahntechnikmesse Innotrans ab 20. September in Berlin präsentiert Hersteller Alstom den ersten Nahverkehrstriebzug mit Brennstoffzellen-Antrieb. Elektrischer Bahnbetrieb statt Diesel-Emissionen auf der nicht elektrifizierten Schieneninfrastruktur in ländlichen Räumen rückt in greifbare Nähe.

Digitalisierung des Schienenverkehrs | Bildnachweis: © astrosystem | 109678570 | fotolia.com

Digitalisierung des Schienenverkehrs nicht anderen überlassen

Die öffentliche Diskussion um Elektromobilität und autonomes Autofahren verstellt weithin den Blick auf die Möglichkeiten und Chancen, die die Digitalisierung dem Schienenverkehr bringt. Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB), über die Potenziale digitalisierter Bahninfrastrukturen für Verkehrswende und Klimaschutz.

Dekarbonisierung | Bildnachweis: © Stiftung Mercator

Dekarbonisierung – der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft

Der Verkehrssektor belastet die Umwelt heute mit annähernd derselben Menge an Treibhausgasen wie 1990. In Deutschland sind das über 160 Millionen Tonnen im Jahr. Die Verkehrswende hat zum Ziel, Verkehr bis zum Jahr 2050 klimaneutral, also ohne Emissionen, zu gestalten. Das geht nicht ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens, sagt Christian Hochfeld, Direktor der neu geschaffenen Initiative Agora Verkehrswende, einer Initiative der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation.