Berlin: Mobilitätsgesetz ganz ohne Auto

Mitten in der Sommerpause hat der rot-rot-grüne Senat in Berlin den Referentenentwurf für ein Mobilitätsgesetz vorlegt – und damit in der Hauptstadt heftige Diskussionen ausgelöst. Viele Kritiker sehen in dem Entwurf ein von der Radfahrer-Lobby inszeniertes Anti-Auto-Gesetz. In dem bundesweit bislang einmaligen Paragrafenwerk will sich das Land Berlin aber auch zum Ausbau und Vorrang des ÖPNV verpflichten.

Diesel-Nahverkehr bis weit in die 30-er Jahre | Bildnachweis: © InnoTrans 2016 | Ralf Günther

Diesel-Nahverkehr bis weit in die 30-er Jahre

Im Schienenpersonennahverkehr in Deutschland wird es wohl bis weit in die 30-er Jahre dieses Jahrhunderts trotz Klimaschutz-Politik einen starken Anteil an Dieseltraktion bzw. Dieseltriebzügen geben. Das verdeutlicht der kürzlich veröffentlichte „Wettbewerbsfahrplan“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV). Fast ein Viertel der voraussichtlich bis 2031 zu vergebenen Verkehrsleistungen können der Prognose zufolge nicht als elektrischer Betrieb bestellt werden.

Bahn-Technik für den elektrischen LKW | Bildnachweis: © www.siemens.com/presse | Michael Setzpfandt

Bahn-Technik für den elektrischen LKW

Deutschlands Autofahrer werden sich auf den Autobahnen möglicherweise an einen neuen Anblick gewöhnen müssen – an Strommasten und Oberleitungen an und über den Pisten. Gefördert mit reichlich Steuergeld entsteht in Hessen ein zunächst zehn Kilometer langer „eHighway“ als erste Teststrecke für elektrischen Lkw-Betrieb. Nicht anders als Trolleybusse, Trams oder Triebfahrzeuge der Bahn sollen Hybrid-Lkws hier mit Strom aus einer Oberleitung klimafreundlich elektrisch fahren.

Den Weg für innovative Konzepte bereiten

Den Weg für innovative Konzepte bereiten

Wie kann eine verlässliche Finanzierung für Bus und Bahn sichergestellt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Länderkonferenz für den Öffentlichen Personenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 160 Teilnehmer diskutierten mit Verkehrsminister Christian Pegel sowie weiteren Akteuren aus Politik und Verbänden über die verkehrspolitischen Herausforderungen im Land und mögliche Lösungsansätze.

© Bildnachweis Ostseezeitung | Kerstin Wesselow | Fotolia

„Wir wollen keinen Zwei-Klassen-ÖPNV“

Ein verlässliches Grundangebot steht bei den Verkehrsunternehmen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns an erster Stelle. Vor dem Hintergrund sinkender Einwohnerzahlen und rückläufiger Schülerverkehre müssen Konzepte gefunden werden, mit denen sich ein ausreichendes öffentliches Verkehrsangebot bereitstellen und finanzieren lässt. In einem Interview der Ostsee-Zeitung standen Simone Zabel, Geschäftsführerin der rebus Regionalbus Rostock GmbH, und Hubertus Wegener, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH, zum Thema Rede und Antwort.

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Parteiübergreifender Konsens für neue Bahnpolitik des Bundes

Die Forderungen der Eisenbahnbranche sind bei der Politik angekommen: In den Programmen der Parteien für die Bundestagswahl zeichnet sich ein parteiübergreifender Konsens von CDU/CSU, SPD, Grünen und der Linken bei wichtigen Pfeilern einer zukünftigen Bahnpolitik ab. Die drei Kernforderungen der acht Eisenbahnverbände finden sich in den Programmen aller vier Parteien wieder, die zur Zeit auch im Bundestag vertreten sind. Damit stünden die Chancen für eine neue Bahnpolitik in Deutschland so gut wie lange nicht mehr, teilten die Verbände am 25. Juli in Berlin mit.

© Bildnachweis Deutsche Bahn AG | Martin Busbach

Mehr elektrische Bahn in den Regionen

Gut jeder dritte Nahverkehrszug fährt in Deutschland noch mit Dieselantrieb. Die Aufgabenträger für den Schienennahverkehr (SPNV) fordern deshalb die nächste Bundesregierung auf, die Elektrifizierung des Netzes oder doch der Züge voran zu treiben – nicht zuletzt auch im Interesse des Klimaschutzes.