Busfahren ist aktiver Klimaschutz

Busfahren ist aktiver Klimaschutz

Die Vorgaben sind ambitioniert. Bis 2050 will die Bundesregierung nahezu komplett auf den Ausstoß von Treibhausgasen verzichten. Um das zu erreichen, müsste auch der Verkehr klimaneutral gestaltet werden. Fakt ist allerdings: Im Verkehrssektor sind die Emissionen seit 1990 nicht gesunken. Experten fordern daher die Verkehrswende und wollen unter anderem den Umweltverbund stärken. Als eine tragende Säule der Mobilität leistet der Bus bereits heute einen entscheidenden Beitrag.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes sind die Treibhausgasemissionen 2015 um sechs Millionen Tonnen auf 908 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gestiegen. Als eine der Hauptursache nennt das UBA den Verkehr. Allein in dem Sektor stieg der Treibhausgasausstoß um 1,5 Prozent auf 163,6 Milliarden Tonnen CO2, berichtete das UBA Mitte März. 2014 waren es noch 160 Milliarden Tonnen. Der Verkehr ist damit für 18 Prozent der Gesamtemissionen verantwortlich. Während in anderen Sektoren die Emissionen in den vergangenen Jahren reduziert werden konnten, sind die vom Verkehr ausgehenden Ausstöße seit 1990 nicht gesunken. Fatal: Die Erfolge innovativer Antriebstechnologien wurden weitgehend durch den Anstieg des Verkehrsaufkommens aufgezehrt. Soll aber das Ziel, den Gesamtausstoß an Treibhausgasen in Deutschland bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren, erreicht werden, muss der Verkehr laut UBA nahezu klimaneutral sein. Experten fordern daher das Zusammenspiel einer Verkehrswende und der Energiewende im Verkehr. Konkret: ein besseres Angebot von Bus und Bahn, eine Förderung von Fuß- und Fahrradverkehr sowie die Umstellung auf treibhausgasneutrale Energieträger.

Wichtiger Beitrag
Der Bus leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer ausgeglichenen Klimabilanz. Das zeigt ein Vergleich einzelner Verkehrsträger im Personenverkehr, den das Umweltbundesamt vorgelegt hat: Während ein Pkw mit einer zugrunde gelegten Auslastung von 1,5 Personen 142 Gramm an Treibhausgasen pro Personenkilometer ausstößt, fallen beim Linienbus mit einer Auslastung von 21 Prozent lediglich 76 Gramm an. Daraus ergibt sich eine Differenz von 66 Gramm Treibhausgasen pro Personenkilometer oder von 660 Gramm bei einer Fahrt von zehn Kilometern. Würden die rund 28 Milliarden Personenkilometer, die laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) jährlich mit dem Bus gefahren werden, mit dem Pkw zurückgelegt, würde das 1,85 Millionen Tonnen Treibhausgase mehr erzeugen.

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