NRW-Busse auf dem Weg nach Berlin

NRW-Busse auf dem Weg nach Berlin

Neun Verkehrsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen schickten am 6. September vom Güterbahnhof der Neuss-Düsseldorfer Häfen per Güterzug Linienbusse nach Berlin. Die ungewöhnliche Fuhre ging nach Wustermark vor den Toren Berlins, wo die Havelländische Eisenbahn dann die Regie über die Zug-Entladung übernahm. In der Hauptstadt nahmen die Busse am 10. September an einer großen Bus-Demonstration vor dem Reichstag mit mehr als 60 Bussen aus ganz Deutschland teil.

Mit ihrer Aktion unterstützten die Verkehrsunternehmen die Bus-Demo zur Übergabe der Resolution des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und der Infrastrukturinitiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ an Parlamentarier, die eine auskömmliche Mittelausstattung und verlässliche Anschlussregelungen für die Finanzierung des deutschen Nahverkehrs fordert. „Es ist beachtlich und freut uns, dass so viele Unternehmen aus NRW unserem Aufruf zur Demo nach Berlin gefolgt sind. Und ohne das große Engagement der Neuss-Düsseldorfer Häfen, DB Schenker, DB Regio NRW und der Havelländischen Eisenbahn wäre dieser Transport der Busse per Güterzug nicht möglich gewesen. Sie unterstützen uns damit nicht nur logistisch, sondern auch ideell in unserem Anliegen, die Finanzierung des Nahverkehrs endlich auf eine gesicherte Basis zu stellen“, so Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des VDV und Geschäftsführer der INFRA Dialog Deutschland GmbH.

Investitionsbedarf von 1,1 Milliarden Euro
Anlass für den Deutschland-Tag des Nahverkehrs war die seit Jahren unzureichende Finanzausstattung im Öffentlichen Personennahverkehr, deren Folgen auch für die Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen spürbar sind. Insbesondere bei den Straßen- und U-Bahnnetzen in den Ballungsräumen besteht nach 30 bis 40 Jahren intensiver Nutzung erheblicher Investitionsbedarf. Laut einem Gutachten des VDV NRW müssen Kommunen und Verkehrsunternehmen in NRW bis 2016 rund 1,1 Milliarden Euro in die Erneuerung der U- und Stadtbahnsysteme investieren. Grund genug für die Verkehrsunternehmen, ihre Busse in die Hauptstadt zu entsenden.