Postchef Frank Appel fordert: Mehr Geld in die Infrastruktur Investieren

Der Vorstandschef der Deutschen Post AG, Frank Appel, fordert von der Politik „ein strategisches, verkehrsträgerübergreifendes und vor allem mehrjähriges Konzept für den Erhalt und zukunftsfähigen Ausbau wettbewerbsfähiger Mobilität in Deutschland“.

In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26. Mai 2014 erklärte der Manager: „Wer an der Infrastruktur spart, spart an der Zukunft. Auch ein Unternehmen, das aufhört, in die Optimierung der eigenen Prozesse und Netzwerke zu investieren, gefährdet die eigene Zukunftsfähigkeit.“ Wie in einem Unternehmen brauche es auch für die Verkehrswege „Aktionspläne mit bedarfsgerechter, zukunftsorientierter Priorisierung und straffem Kostenmanagement in der Umsetzung.“ Der „Verkehrsstandort Deutschland“ gehöre zwar zu den besten der Welt, dieser Vorteil vergehe aber ohne Investitionen in Erhalt und bedarfsgerechtem Ausbau der Infrastruktur.

Appel beziffert in seinem Kommentar den täglichen Wertverlust des deutschen Verkehrsnetzes durch Substanzverlust mit 13 Millionen Euro. Nach seiner Vorstellung müssten aus dem Staatshaushalt generell mehr Mittel in einer Größenordnung von jährlich fünf Milliarden Euro für moderne Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Auch eine Nutzerfinanzierung sei prinzipiell legitim, wenn die Mittel wirklich für Erhaltungs-Investitionen genutzt würden.