Bund plant zusätzliche Mittel für Brückensanierung

Bund plant zusätzliche Mittel für Brückensanierung

Der Bund will mehr Geld in die dringend nötige Sanierung maroder Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen lenken. Bis 2017 sollen in einem Sonderprogramm 1,06 Milliarden Euro für größere Erneuerungsvorhaben eingesetzt werden und damit 400 Millionen Euro mehr als bisher festgeschrieben.

Viele der 39.000 Brücken im deutschen Fernstraßennetz sind älter als 40 Jahre. Wegen immer mehr tonnenschwerer Lastwagen nimmt der Verschleiß zu. Es gebe einen hohen Sanierungsbedarf, der nicht weiter geschoben werden könne, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Rund 15 Prozent aller Brückenflächen wurde zuletzt ein ungenügender Zustand attestiert, vor allem in den westlichen Bundesländern. Über die bisherigen Planungen hinaus sollen nun insgesamt 400 Millionen Euro mehr für die Ertüchtigung von Brücken reserviert werden. Das Geld stammt aus den zusätzlichen fünf Milliarden Euro, die die Große Koalition in dieser Wahlperiode für Investitionen in die Verkehrswege versprochen hat. SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte, es gelte zu verhindern, „dass bröckelnde Brücken Lkws zwingen, im Zickzack durch Deutschland zu fahren.“

Künftig sollen größere Erneuerungsvorhaben, die mehr als fünf Millionen Euro kosten, in einem eigenen Programm geführt werden. Konkret sind dafür laut Ministerium im kommenden Jahr 310 Millionen Euro geplant, für 2016 dann 350 Millionen Euro, und 2017 sollen 400 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Quelle: dpa