Von heiter bis wolkig – das Fahrradklima

Von heiter bis wolkig – das Fahrradklima

Wie fahrradfreundlich ist Ihre Stadt? Das wollte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) wissen und befragte im Oktober und November 2012 wieder Radfahrer in ganz Deutschland. Anhand von 27 Fragen in fünf Kategorien konnten die Radler ihre Heimatstädte bewerten.

Der vom Bundesverkehrsministerium geförderte ADFC-Fahrradklima-Test lässt die zu Wort kommen, die tagtäglich vor Ort unterwegs sind und bietet den Städten so die Möglichkeit, ihr Engagement für den Radverkehr auf den Prüftstand zu stellen. Bei den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern stand wie schon beim vorherigen Test Münster auf dem Treppchen. Auf Platz Zwei folgt Freiburg, das beim letzten Mal nicht in der Wertung war. Rang Drei belegt mit Karlsruhe eine weitere Stadt aus Baden-Württemberg. Es will „Fahrradhauptstadt Nummer eins in Süddeutschland“ werden und hat sich im Vergleich zum letzten Ranking 2005 stark verbessert. Bei den Städten der Kategorie 100.000 bis 200.000 Einwohner setzte sich Titelverteidiger Erlangen vor Oldenburg und Hamm durch. Und in der Kategorie bis 100.000 Einwohner liegen mit Bocholt, Rees und Rhede alle drei Erstplatzierten nahe der niederländischen Grenze:

Investitionen in Radverkehr zahlen sich aus
Der Vergleich zum vorherigen Ranking zeigt, dass gerade die Städte vorne liegen oder sich in der Wertung verbessert haben, die sich die Förderung des Radverkehrs auf die Fahnen geschrieben haben. Insgesamt hat sich die Durchschnittsbewertung gegenüber 2005 verschlechtert. Laut dem ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syber ist das aber eher nicht darauf zurückzuführen, dass sich die Situation für Radfahrer verschlechtert hat. Es sei eher zu vermuten, dass sich in den vergangenen Jahren ein stärkeres Bewusstsein für die Probleme von Radfahrern gebildet habe und Schwachstellen somit wahrgenommen werden.

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