„U-Bahn voll wie nie“

„U-Bahn voll wie nie“

So titelte Ende letzten Jahres das Hamburger Abendblatt. Der Nahverkehr spiegelt die demografische Entwicklung der Hansestadt wider, die schneller wächst als erwartet. 2030 rechnet Hamburg mit 1,9 Millionen Einwohnern. Immer mehr von ihnen fahren mit Bus und Bahn. Auch in anderen Metropolen verschärft sich die Situation.

Im vergangenen Jahr zählte der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) rund 717 Millionen Bus- und Bahnkunden, 20 Millionen mehr als im Vorjahr. Rund 259 Millionen Fahrgäste waren 2012 mit den Zügen der S-Bahn unterwegs. In den Bussen und U-Bahnen der Hamburger Hochbahn sind es jährlich etwa 430 Millionen Fahrgäste. Es wird immer enger. Vor allem in den Stoßzeiten am Morgen und am späten Nachmittag sind die Fahrzeuge derart überfüllt, dass viele Fahrgäste keinen Platz mehr finden. Dabei ist diese Entwicklung nur exemplarisch für fast alle Nahverkehrssysteme in den großen Metropolen Deutschlands. Meldungen von überfüllten U- und Stadtbahnen hört man beispielsweise regelmäßig auch aus München oder auch Köln. In der bayrischen Landeshauptstadt stiegen die Fahrgastzahlen seit 2004 um 21 Prozent. Im vergangenen Jahr zählte die Münchner Verkehrsgesellschaft 536 Millionen Bus- und Bahnkunden. In der Rheinmetropole Köln unternahmen die Menschen rund 516 Millionen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsunternehmen, 9,45 Millionen Fahrten mehr als im Vorjahr.