Bildnachweis: © Deutsche Bahn AG

Wende auf Schienen: Strom statt Diesel

Statt Autobahnen mit Oberleitungen für Elektro-Lastzüge auszurüsten, ist es sinnvoller, das deutsche Schienennetz möglichst komplett elektrisch zu betreiben: Das würde die Bahnen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit kräftig stärken und zugleich den Klimaschutz im Verkehr voranbringen, ermittelte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Einer Studie zufolge müsste der Fahrdraht noch über gut 7.500 Kilometern Streckennetz gespannt werden.

Bildnachweis: © Kompetenzcenter Marketing NRW KCM

NRW-Bahnen mit neuer Gemeinsamkeit

Nach jahrelangem, häufig erbittert geführten Wettbewerb um Schienenverkehrsleistungen entdeckt die Bahnbranche mehr und mehr Gemeinsamkeiten. Sieben Eisenbahnverkehrsunternehmen, die überwiegend in Nordrhein-Westfalen den Nahverkehr betreiben, haben eine „Agenda Bahnen“ unterschrieben. Das Acht-Punkte-Programm der bundesweit bislang einzigartigen Brancheninitiative soll die Qualität des Angebots für den Fahrgast verbessern.

Bildnachweis: © Deutsche Bahn AG, Wolfgang Klee

Intensive Suche nach innovativer Bahn

Die Bahn-Branche sucht nach neuen Ansätzen, um mehr Verkehr auf die Schiene zu bekommen. Auf dem 5. Railway Forum in Berlin verdeutlichten Hersteller und Betreiber, dass große Modernisierungschancen wie etwa die digitale Transformation zwar erhebliche Chancen bieten. Zugleich aber stellt sie Herausforderungen auf, die nur mit gemeinsamen Kraftanstrengungen und einem grundlegenden Umdenken zu verwirklichen sind.

Diesel-Nahverkehr bis weit in die 30-er Jahre | Bildnachweis: © InnoTrans 2016 | Ralf Günther

Diesel-Nahverkehr bis weit in die 30-er Jahre

Im Schienenpersonennahverkehr in Deutschland wird es wohl bis weit in die 30-er Jahre dieses Jahrhunderts trotz Klimaschutz-Politik einen starken Anteil an Dieseltraktion bzw. Dieseltriebzügen geben. Das verdeutlicht der kürzlich veröffentlichte „Wettbewerbsfahrplan“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV). Fast ein Viertel der voraussichtlich bis 2031 zu vergebenen Verkehrsleistungen können der Prognose zufolge nicht als elektrischer Betrieb bestellt werden.

© Bildnachweis Deutsche Bahn AG | Martin Busbach

Mehr elektrische Bahn in den Regionen

Gut jeder dritte Nahverkehrszug fährt in Deutschland noch mit Dieselantrieb. Die Aufgabenträger für den Schienennahverkehr (SPNV) fordern deshalb die nächste Bundesregierung auf, die Elektrifizierung des Netzes oder doch der Züge voran zu treiben – nicht zuletzt auch im Interesse des Klimaschutzes.

© Bildnachweis STOAG

Tram gibt Strom ab fürs Elektroauto

Die kommunalen Straßenbahn- und U-Bahn-Betreiber in Deutschland könnten mit der Infrastruktur ihrer Stromversorgung zum wichtigen Energielieferanten für Elektro-Autos werden. Die Stadtwerke Oberhausen (Stoag) haben als erste weltweit drei Schnellladesäulen für Pkw installiert, die den „Saft“ aus dem Gleichstromnetz für die Straßenbahn in wenigen Minuten in Auto-Akkus fließen lassen.

Bildnachweis: © Henrik Falk Buero 2016, Hamburger-Hochbahn

Zukunftsthema Mobilität lockt Computer-Experten

Die digitale Transformation erreicht die kommunalen Verkehrsunternehmen. Zu den Protagonisten dieser Entwicklung zählt die Hamburger Hochbahn AG. Im Interview erläutert Vorstandschef Henrik Falk, warum sich der Konzern auf breiter Front mit der Digitalisierung auseinandersetzt. Seine zentralen Motive sind klassisch unternehmerisch: Zukunftssicherung für Mitarbeiter und Eigentümer, mehr Qualität für die Kunden.

Bildnachweis: © markusbollen.com, look@panoramic-art.de

Klimaschutz mit dem E-Bus geht nur mit Ökostrom

Verkehrspolitik und Verkehrswirtschaft sind sich prinzipiell einig: Ohne Elektromobilität ist die Klimawende im Verkehr nicht zu schaffen. Auch wenn der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bereits einen Großteil seiner Leistung elektrisch erbringt und moderne Dieselbusse mit EURO-VI-Abgasnorm kaum noch Emissionen ausstoßen, gehört die Zukunft im Linienverkehr dem Bus mit Elektroantrieb, dem E-Bus. Doch noch sind innovative, saubere Systeme technisch nicht ausgereift – und für die Verkehrsunternehmen zu teuer.

Bildnachweis: © Fotograf Thomas Josek, Autor Melanie Fischer

Mit Eisbrechern aus der Branche E-Mobilität im ÖPNV vorantreiben

Der Elektro-Antrieb im Linienbus ist ohne Alternative. Das macht Prof. Dr. Adolf Müller-Hellmann, Initiator der Veranstaltungsreihe der VDV-Akademie und des Forums für Verkehr und Logistik zum Thema E-Bus, im Interview deutlich. Viele Fragen sind noch offen, doch prinzipiell verspreche die neue Technologie nicht nur ökologisch sauberen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), sondern auch wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für die Verkehrsunternehmen.

Elektrobus noch kein Selbstläufer | Bildnachweis © Stadtwerke Osnabrück (Artikelbild) und © BVG Oliver Lang (Vorschaubild)

Elektrobus noch kein Selbstläufer

Elektrobusse haben noch Kinderkrankheiten und sind in der Anschaffung und im Betrieb erheblich teurer als Dieselbusse. Damit sie dennoch möglichst schnell zu einer Dekarbonisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), also zum Abschied von fossiler Antriebsenergie beitragen können, müssen Verkehrsunternehmen, Hersteller und Politik noch Probleme lösen.

"Hydrogen Council" für Wasserstoff-Züge | Bildnachweis: © Alstom-Michael Wittwer

„Hydrogen Council“ für Wasserstoff-Züge

Am Rand des World Economic Forum in Davos haben 13 weltweit führende Unternehmen aus den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie eine internationale Initiative ins Leben gerufen. Das „Hydrogen Council“ will die Energiewende mithilfe von Wasserstoff vorantreiben. Mitgründer ist der Bahntechnik-Konzern Alstom, der in Deutschland den ersten Regionaltriebzug mit Brennstoffzellen-Antrieb entwickelt.

Verkehrsminister vergibt weiter Öpp-Konzessionen | Bildnachweis: © Adobestock 23205163 | Fotolia 23205163 | Digitalstock

Verkehrsminister vergibt weiter Öpp-Konzessionen

An öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) zur Verkehrsinfrastruktur-Finanzierung scheiden sich die Geister. Doch trotz weit verbreiteter Skepsis in der Politik und beim Bundesrechnungshof hat das Bundesverkehrsministerium immer mehr Konzessionen zum Bau und Betrieb von Fernstraßen an große Konzerne vergeben. Jeder zehnte Autobahnkilometer in Deutschland ist inzwischen über ÖPP-Modelle finanziert.

"Bus bewegt besser" – das Magazin

"Bus bewegt besser" – das Magazin

Mit 4,2 Milliarden Fahrgästen in 2015 ist der Bus das beliebteste öffentliche Verkehrsmittel in Deutschland. Welchen Beitrag leistet er zum Umweltschutz und welche weiteren Voraussetzungen müssen dafür in den nächsten Jahren geschaffen werden?

© Deutsche Bahn AG | Uwe Miethe

Regionalisierungs-mittel stehen endlich im Gesetz

Der fast zwei Jahre anhaltende Konflikt zwischen Bund und Ländern um die Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist nun auch formal vom Tisch. Weithin unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Bundestag am 10. November 2016 einstimmig das Regionalisierungsgesetz fortgeschrieben. Wie zwischen Regierung und den Ministerpräsidenten bereits im Juni 2016 vereinbart, gibt es mehr Geld für die Länder, und das bis 2031 jährlich steigend um 1,8 Prozent. Ausgangspunkt in diesem Jahr: 8,2 Milliarden Euro.

Bildnachweis: © ingenhoven architects | Deutsche Bahn AG

Stuttgarts ÖPNV-Pakt setzt auf Ausbau der Schiene

Mindestens 20 Prozent mehr Fahrgäste für Bus und Bahn für den Klimaschutz – das ist das Ziel des 2014 geschlossenen ÖPNV-Paktes in der Region Stuttgart. Jetzt haben ihn die Beteiligten des in seiner Konstellation bundesweit einzigartigen Zusammenschlusses um ein „Zukunftskonzept Infrastruktur“ für den regionalen Schienenverkehr ergänzt. Es geht dabei auch um die Möglichkeiten, die das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 eröffnen wird.

Grüne Welle auf der Schiene | © ALSTOM

Grüne Welle auf Schienen mit der Brennstoffzelle

Premiere für die Verkehrswende: Auf der Bahntechnikmesse Innotrans ab 20. September in Berlin präsentiert Hersteller Alstom den ersten Nahverkehrstriebzug mit Brennstoffzellen-Antrieb. Elektrischer Bahnbetrieb statt Diesel-Emissionen auf der nicht elektrifizierten Schieneninfrastruktur in ländlichen Räumen rückt in greifbare Nähe.

Digitalisierung des Schienenverkehrs | Bildnachweis: © astrosystem | 109678570 | fotolia.com

Digitalisierung des Schienenverkehrs nicht anderen überlassen

Die öffentliche Diskussion um Elektromobilität und autonomes Autofahren verstellt weithin den Blick auf die Möglichkeiten und Chancen, die die Digitalisierung dem Schienenverkehr bringt. Ben Möbius, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB), über die Potenziale digitalisierter Bahninfrastrukturen für Verkehrswende und Klimaschutz.

ÖPNV-Umfrage: Klimaschutz braucht mehr Marktanteile

ÖPNV-Umfrage: Klimaschutz braucht mehr Marktanteile

In den Ballungsgebieten sind Busse und Bahnen in den Spitzenzeiten gefüllt bis zum letzten Stehplatz, in ländlichen Regionen nutzen 60 Prozent der Bevölkerung den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) so gut wie nie. Im Interesse des Klimaschutzes wollen die Verkehrsunternehmen in Stadt und Land ihren Marktanteil deutlich erhöhen und fordern dazu von der nächsten Bundesregierung einen nationalen Masterplan.

Bildnachweis: RMV S-Bahn ET 430 Hbf. Frankfurt © RMV/Jana Kay

RMV: Zurück zum Kilometer-Preis

Viele ÖPNV-Kunden kennen die Situation: Sobald sie aus der Flächenzone ihres Tarifes in eine weitere Zone fahren, wird das Ticket insbesondere bei kürzeren Strecken durch einen Tarifsprung teurer. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) versucht das für sein Verbundgebiet nun zu ändern. Ein neuer innovativer Relationstarif führt zurück zu lange vergessenen Tarifstrukturen – zum Fahrpreis für die tatsächlich gefahrene Strecke. „RMVsmart“ ist seit April in der Testphase.

Bildnachweis: Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV)

NE-Bahnen benötigen mehr Investitionen

Die nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE-Bahnen) brauchen mehr Mittel für ihre Schieneninfrastruktur. Das hat eine Umfrage zum Investitionsbedarf ergeben, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zum vierten Mal seit 2009 durchgeführt hat. Insbesondere bei Erneuerung und Modernisierung wächst der Handlungsbedarf. Aber auch in den Aus- und Neubau muss verstärkt investiert werden.

Mehr als zehn Milliarden Menschen steigen in Busse und Bahnen

Mehr als zehn Milliarden Menschen steigen in Busse und Bahnen

Trotz Lokführerstreik, niedriger Benzinpreise und milder Wintertage nutzen immer mehr Menschen Bus und Bahn. Stolz präsentierte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kürzlich, dass die Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) erstmals die Zehn-Milliarden-Marke geknackt haben. Mit 10,004 Milliarden Kunden erreichten sie 0,5 Prozent mehr Fahrgäste als im Vorjahr. Der Aufwärtstrend hält seit 18 Jahren unverändert an.

Volles Bauprogramm 2016 für die Schieneninfrastruktur

Volles Bauprogramm 2016 für die Schienen-infrastruktur

Auf vielen Bahnstrecken in Deutschland bleibt 2016 buchstäblich kein Stein auf dem anderen. Wie schon im Vorjahr sind für Ausbau und Instandhaltung des Bestandsnetzes erneut Investitionen von mehr als 5 Milliarden Euro geplant. In 76 Baukorridoren sind bis zu 850 Einzelbaustellen vorgesehen, häufig mit eingleisigen Streckenabschnitten und zum Teil sogar mit Vollsperrungen.

Mit dem Smartphone mobil von Tür zu Tür

Mit dem Smartphone mobil von Tür zu Tür

Die Digitalisierung stellt den Nahverkehr vor Herausforderungen und eröffnet ihm zugleich neue Chancen. Längst gehört der Ticketkauf per Smartphone für viele Menschen zum Alltag. Die Entwicklung geht aber weiter. Zu den Pionieren zählt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

S-Bahntunnel gesperrt in Frankfurt – informative Website klärt auf

S-Bahntunnel gesperrt in Frankfurt – informative Website klärt auf

„Ärmel hochkrempeln für Frankfurt Rhein-Main“ – unter diesem Motto steht ab Ende Juli eine weithin unsichtbare Großbaustelle in der Main-Metropole. Der S-Bahn-Stammtunnel wird komplett für den Verkehr gesperrt. Über das Projekt, den Baufortschritt und die Organisation des Ersatzverkehrs für die ausfallenden S-Bahnen können sich die Kunden auf einer gemeinsamen Website des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und der Deutschen Bahn unter www.sbahnbaustelle.de transparent und umfassend informieren.

Hamburg: Elektromobilität auf der ganzen Bus-Linie

Hamburg: Elektromobilität auf der ganzen Bus-Linie

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) baut seine Rolle als Vorreiter in umweltfreundlicher Elektromobilität aus: In Hamburg wird seit Jahresbeginn eine komplette Buslinie von Fahrzeugen mit innovativen Antriebstechnologien bedient – ein zweijähriger Praxistest unter Alltagsbedingungen, der weltweit einzigartig ist.

500

Mehr als 500 Sanierungsmaßnahmen hat die Deutsche Bahn für 2015 geplant.

Infrastruktur aktuellNürnbergs U-Bahn fährt auf zwei Linien ganz ohne Fahrer

Nürnbergs U-Bahn fährt auf zwei Linien ganz ohne Fahrer

In vielen deutschen Städten fahren U-Bahnen oder Stadtbahnen auf unterirdischen Strecken. Einzigartig in Deutschland ist das U-Bahn-Netz in Nürnberg: Dort verkehren zwei der drei Linien vollautomatisch, also ohne Fahrer. Die Investition in innovative Infrastruktur kommt den Fahrgästen zugute: Kurze Zugfolgen und schnelle Verstärkungen des Angebots bei großer Nachfrage machen das System attraktiv.

Bahn-Wettbewerbsbericht: Steigende Nachfrage braucht hohe Investitionen

Bahn-Wettbewerbsbericht: Steigende Nachfrage braucht hohe Investitionen

Von München nach Köln in weniger als vier, von Frankfurt nach Berlin in dreieinhalb Stunden, bundesweit ein schnelles Fernzugnetz mit Abfahrten alle halbe Stunde: Das sind Leistungen, die die Deutsche Bahn (DB) in ihrem Wettbewerbsbericht 2014 als „Zielnetz 2030“ vorstellt – vorausgesetzt, es fließen beständig hohe Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Schieneninfrastruktur.

Infrastruktur aktuellSeilbahnen – ÖPNV-Alternativen über dem Stau

Seilbahnen – ÖPNV-Alternativen über dem Stau

Stadtplaner und Verkehrsexperten entdecken in aller Welt eines neues Verkehrsmittel für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – Seilbahnen. Galten sie bislang gemeinhin als touristische Attraktionen oder alpine Transportmittel, können die Kabinen am Kabel in Großstädten das Angebot von Bus und Bahn effizient und ökologisch ergänzen. Längst gibt es Beispiele dafür.

675 Millionen

675 Millionen Fahrgäste waren 2013 im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund unterwegs.

Anhaltende Aufwärtstrends im öffentlichen Verkehr

Anhaltende Aufwärtstrends im öffentlichen Verkehr

Bus und Bahn werden für immer mehr Menschen interessant, und die Wirtschaft setzt immer stärker auf Güterzüge. Nachdem der öffentliche Verkehr 2013 weiter Kunden und Marktanteile gewann, setzte sich das Wachstum Anfang 2014 fort. Die Fahrgastzahlen nähern sich der Zehn-Milliarden-Marke, der Schienengüterverkehr kommt auf 25 Prozent Marktanteil.

Infrastruktur aktuellS-Bahn-Berlin – Rückgrat des Hauptstadtverkehrs

S-Bahn-Berlin - Rückgrat des Hauptstadt- verkehrs

Seit 90 Jahren steht sie unter Strom. Ohne die S-Bahn wäre Berlin anders, denn mit ihr sind täglich bis zu 1,3 Millionen Fahrgäste unterwegs. Sie bietet über die Grenzen der Hauptstadt hinaus eine dichte Mobilitäts-Infrastruktur: 330 Kilometer Streckennetz, 166 Bahnhöfe, 15 Linien. In diesem Sommer aber fallen viele Fahrten aus. Die Stadtbahnstrecke zwischen Bahnhof Zoo und Ostbahnhof wird gesperrt und komplett erneuert.

EVAG setzt Zeichen gegen Unterfinanzierung

EVAG setzt Zeichen gegen Unterfinanzierung

Die Essener Verkehrs-AG (EVAG) hat eine Straßenbahn und einen Bus mit einer Sonderbeklebung im Look der Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ versehen. Das Essener Verkehrsunternehmen, das Partner des bundesweiten Zusammenschlusses für eine zukunftsfähige Infrastruktur ist, will damit öffentlichkeitswirksam auf den bestehenden Finanzierungsbedarf aufmerksam machen.

Bund plant zusätzliche Mittel für Brückensanierung

Bund plant zusätzliche Mittel für Brückensanierung

Der Bund will mehr Geld in die dringend nötige Sanierung maroder Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen lenken. Bis 2017 sollen in einem Sonderprogramm 1,06 Milliarden Euro für größere Erneuerungsvorhaben eingesetzt werden und damit 400 Millionen Euro mehr als bisher festgeschrieben.

Wirtschaft boomt – immer mehr Pendler stehen im Stau

Wirtschaft boomt – immer mehr Pendler stehen im Stau

Die anhaltende positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft schafft neue Arbeitsplätze – und verstärkt die Pendlerströme. Damit kommen die Verkehrs-Infrastrukturen in den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Staus auf der Straße, volle Busse und Bahnen machen die Fahrt zur Arbeit lästig und zur Geduldsprobe.

Tausende Brücken vor dem Abriss

Mehr als 10.000 Brücken in Kommunen und Kreisen sind so marode, dass sie nur noch abgerissen werden können. Darauf hat jetzt der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hingewiesen. Es gebe in den Straßennetzen der Gemeinden rund 67.000 Brücken, von denen 15 Prozent nicht mehr zu sanieren seien.

Infrastruktur aktuell

Mit „switchh“ glücklich leben ohne eigenes Auto

Mobilität multimodal: Hamburg erprobt derzeit mit Bus, Bahn und Auto ein integriertes Verkehrsangebot mit dem Ziel, den Stadt-Bewohnern mehr Lebensqualität ohne eigenen Pkw zu verschaffen. Stammkunden des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) haben jederzeit die Wahl der Fortbewegung: klassischer Nahverkehr, Car Sharing, Mietwagen, Taxi und Fahrrad.

Schweiz: Bürger stimmen für eine noch bessere Bahn

Schweiz: Bürger stimmen für eine noch bessere Bahn

Die Schweizer Bürger wollen ihre Eisenbahn weiter ausbauen und noch besser machen. In einer Volksabstimmung haben sie die Weichen für einen Eisenbahn-Infrastrukturfonds gestellt, der die Finanzierung milliardenschwerer Projekte auf eine langfristige Basis stellt. Ähnliche Lösungen könnten auch in Deutschland die Erneuerung und den Ausbau der Verkehrswege vorantreiben.

Berlin: Fast 80 Brücken vor dem Verfall

Berlin: Fast 80 Brücken vor dem Verfall

Berlin rühmt sich gerne, mehr Brücken als die Lagunenstadt Venedig zu haben – doch mehr und mehr wird der Ruhm zur Last. 78 Brücken über Spree, Havel und Kanäle sind laut einer aktuellen Übersicht des Senats „in einem so schlechten Zustand, dass sie dringend saniert werden müssen“, berichtet die Berliner Morgenpost.

2,75 Milliarden Euro

Laut der Studie „Brückenertüchtigung jetzt“ sind bis 2016 zusätzliche Mittel von insgesamt 1,75 bis 2,75 Milliarden Euro erforderlich, um die Brücken von Bundesfernstraßen zu sanieren.

Sanierungsbedürftige Bahnbrücken

Nicht nur auf den Bundesfernstraßen sind viele Brücken marode. Auch bei zahlreichen Überführungen in der Zuständigkeit der Deutschen Bahn (DB) gibt es Probleme. Laut Bahnchef Rüdiger Grube sind rund 1.400 Bahnbrücken in Deutschland sanierungsbedürftig.

Auf wackeligen Beinen

Auf wackeligen Beinen

Sicherheitsingenieure und Brückenbauer schlagen Alarm: Rund 300 Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen sind marode. Landauf, landab bröckelt der Beton, weil notwendige Erhaltungs-Baumaßnahmen ausbleiben. Der Sanierungsstau gefährdet die Sicherheit im Straßenverkehr und belastet zunehmend die Wirtschaft.

Aktionspartner setzen gemeinsam starkes Signal

Aktionspartner setzen gemeinsam starkes Signal

Deutschlands Infrastruktur bröckelt: Auch bei Bussen und Bahnen hat die Sanierung von Anlagen, Fahrzeugen und Technik erhebliche Verspätung, weil das Geld nicht reicht. Auf diesen Sanierungsstau im Öffentlichen Personennahverkehr haben 36 Verkehrsunternehmen und -verbünde aus 31 Städten beim bundesweiten Deutschland-Tag des Nahverkehrs am 12. September 2013 hingewiesen.

Gegen den Stillstand

Interview: Gegen den Stillstand

Eine Systemtechnik, die zum Teil bereits über 40 Jahre alt ist: Das deutsche U- und Stadtbahnnetz ist dringend erneuerungsbedürftig. Für die Kosten müssen Kommunen und Verkehrsunternehmen allein aufkommen. Doch das Geld fehlt. Ein Gespräch mit Dirk Biesenbach, Vorstandssprecher der Rheinbahn in Düsseldorf.

„U-Bahn voll wie nie“

„U-Bahn voll wie nie“

So titelte Ende letzten Jahres das Hamburger Abendblatt. Der Nahverkehr spiegelt die demografische Entwicklung der Hansestadt wider, die schneller wächst als erwartet. 2030 rechnet Hamburg mit 1,9 Millionen Einwohnern. Immer mehr von ihnen fahren mit Bus und Bahn. Auch in anderen Metropolen verschärft sich die Situation.

Wenn sich die Fahrgäste drängeln ...

Interview: Wenn sich die Fahrgäste drängeln ...

In München fahren immer mehr Menschen mit U-Bahn, Bus und Tram. 536 Millionen Fahrgäste beförderte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) im vergangenen Jahr – so viele wie noch nie, Tendenz weiter steigend. Inzwischen bereitet der Boom den Verkehrsplanern der MVG durchaus Kopfzerbrechen. MVG-Chef Herbert König spricht über Kapazitätsengpässe, Ausbaupläne und notwendige Sanierungen.

Sicher und schön bauen

Sicher und schön bauen

Viele Autobahn- und Eisenbahnbrücken in Deutschland befinden sich in einem besorgniserregenden Zustand. Im Interview spricht Professor Dr. Steffen Marx von der Leibniz Universität Hannover über die Ursachen und verrät, was man in Zukunft besser machen kann.

Einfach, flexibel und nachhaltig

Interview: Einfach, flexibel und nachhaltig

Wachsende Großstädte und Metropolregionen brauchen zukunftsfähige Mobilitätkonzepte. Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG, spricht über den Netzausbau, barrierefreie Mobilität und intermodale Reiseketten.

Studie zur Brückensituation

Studie zur Brückensituation

Eine im Oktober 2011 erschienene Studie nimmt die Brückensituation auf Bundesfernstraßen unter die Lupe. Das Ergebnis: Es ist bereits Fünf vor Zwölf.

Elektromobilität von heute und morgen

Elektromobilität von heute und morgen

Die Elektromobilität ist angesichts der Suche nach umweltfreundlicheren Antriebstechnologien in aller Munde. Was im öffentlichen Verkehr bereits eine lange Tradition hat, steckt im Bereich des Individualverkehrs noch in den Kinderschuhen. Ein neues Elektromobilitätsgesetz soll das ändern. Die geplanten Regelungen sind allerdings umstritten.

Infrastruktur barrierefrei umbauen

Infrastruktur barrierefrei umbauen

Eltern, die mit Kinderwagen und einer vollen Einkaufstasche unterwegs sind, entwickeln einen neuen Blick auf ihre Umwelt. Schnell werden Bordsteinkanten und Bahnsteigtreppen zu Hindernissen und der Besuch so mancher städtischer Einrichtung zur echten Herausforderung. Ähnlich ergeht es jeden Tag Menschen mit Behinderung und der wachsenden Anzahl Älterer.

71 Prozent

In Deutschland sind durchschnittlich 71 Prozent der Bahnhöfe barrierefrei und können von Menschen mit Behinderungen genutzt werden.

Von der Gesellschaft abgehängt?

Von der Gesellschaft abgehängt?

Erst eine nahtlose Mobilitätskette schafft Barrierefreiheit. Doch noch gibt es für Ältere und Menschen mit Behinderung viele Hindernisse zu bewältigen. Neue Normen und Richtlinien für Fahrzeuge, Verkehrsmittel und Wege sollen Betroffenen den Alltag erleichtern und stellen gleichzeitig Verkehrsunternehmen und die öffentliche Hand vor große Herausforderungen.

Im 2-Minuten-Takt

Im 2-Minuten-Takt

Mehr U-Bahnen, neue Express- und City-Busse: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 baut die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihr Angebot stärker aus als bisher geplant. Statt um planmäßige 1,2 Prozent soll der Leistungsumfang aufgrund der starken Nachfrage um 3,4 Prozent gesteigert werden. Auf einem ersten U-Bahnabschnitt in der Innenstadt soll im Berufsverkehr morgens erstmals ein 2-Minuten-Takt realisiert werden. Weitere Zusatzleistungen werden vor allem im Busbereich geplant.

Boom auf zwei Rädern

Deutschland tritt in die Pedale: Hohe Spritkosten, Parkplatznot und ein steigendes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein lassen immer mehr Deutsche aufs Rad steigen. Das Mobilitätsverhalten wandelt sich.

Ist Elektromobilität die Zukunft?

Meinungsmacher E-Mobilität

Elektroautos sind politisch gewollt, aber werden sie sich am Markt wirklich durchsetzen? Wir haben einige Argumente zum Thema E-Mobilität zusammengetragen und gegenübergestellt.

Neue Wege für den Radverkehr

Interview: Radverkehr auf neuen Wegen

Immer mehr Menschen entdecken das Radfahren für sich. Diesem Tempo hält die Infrastruktur aber nicht überall stand, wie der ADFC-Fahrradklima-Test 2012 und steigende Unfallzahlen zeigen. Fahrradverbände fordern deshalb mehr Investitionen in eine sichere und attraktive Fahrradinfrastruktur. Wir haben Prof. Dr. Martin Haag, Baubürgermeister der Stadt Freiburg, zum Thema befragt.

60 Prozent

Bereits 60 Prozent der Leistungen im Öffentlichen Personennahverkehr werden heute elektrisch erbracht.

Wie barrierefrei ist Deutschland?

Interview: Wie barrierefrei ist Deutschland?

Barrierefreiheit als Grundvoraussetzung für die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ist noch lange keine Realität. Dr. Volker Sieger vom Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität GmbH erklärt im Interview, wo der größte Handlungsbedarf liegt.

Von heiter bis wolkig

Wie fahrradfreundlich ist Ihre Stadt? Das wollte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) wissen und befragte im Oktober und November 2012 wieder Radfahrer in ganz Deutschland. Anhand von 27 Fragen in fünf Kategorien konnten die Radler ihre Heimatstädte bewerten.

Innovative Fahrradverleihsysteme im Kommen

Innovative Verleihsysteme

Im Zuge der zunehmenden Fahrradbegeisterung gehen auch immer mehr Fahrradverleihsysteme an den Start. Ein Beispiel hierfür ist MVGmeinRad der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), das im Rahmen des Wettbewerbs „Innovative öffentliche Verleihsysteme – Neue Mobilität in Städten“ den ersten Platz unter mehr als 40 Bewerbern belegt hat und damit in den Genuss einer Förderung durch das Bundesverkehrsministerium kam.

374.528

Laut Angaben der Stadt Münster steigen die Münsteraner täglich 374.528 Mal aufs Rad.

3 Fragen an ...

3 Fragen an ...

... Uwe Hiltmann, Leiter Strategie und Planung bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG)

Erfolgsmodell Kopenhagen

Erfolgsmodell Kopenhagen

Deutsche Städte nehmen zunehmend Kopenhagen als Vorbild für Radverkehrsmaßnahmen. Kein Wunder: Die dänische Metropole gilt als Radverkehrshauptstadt der Welt. Und das liegt auch an der Infrastruktur.

„Kampfradler“ im Fokus

Radfahrern eilt heutzutage oft ein schlechter Ruf voraus. Mal werden sie als „Kampfradler“ bezeichnet, dann wieder als „Rüpelradler“ tituliert. Zu Recht? 

9,8 Milliarden

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) meldet für 2012 einen erneuten Rekord bei den Fahrgastzahlen im deutschen ÖPNV. Diese lagen erstmals bei 9,8 Milliarden.