Gütertransport im XXL-Format

Gütertransport im XXL-Format

Containerschiffe werden immer größer. Denn mit wachsender Kapazität beim Schiffsraum lassen sich kräftig Kosten sparen. Das Problem: Häfen und Wasserstraßen können die neuen Mega-Schiffe aber nicht überall aufnehmen.

Die Rechnung ist einfach: Je größer ein Schiff, desto niedriger sind die Transportkosten je Container. Gerade auf den Meeren zwischen Europa und Asien sind zunehmen Giganten mit immer mehr Containern an Bord unterwegs. Ein Schiff der so genannten Triple-E-Klasse war Ende 2012 erstmals im Hamburger Hafen zu sehen: die „Marco Polo“. Auf dem Deck des aktuell größten Containerschiffs der Welt ist laut der dänischen Reederei Maersk soviel Platz vorhanden, dass man mühelos ein Basketball-, ein Football- und ein Eishockeystadion unterbringen könnte.

Große Schiffe – kleine Wasserstraßen
Die gewaltigen Ausmaße der neuen Containerschiffs-Generation erfordern aber auch entsprechende Wasserwege. Die Elbe etwa ist für ein vollbeladenes Schiff dieser Größenordnung zu flach, daher konnte die „Marco Polo“ den Hafen nicht komplett beladen anfahren. Die Elbvertiefung indes ist wie viele andere Infrastrukturprojekte der deutschen Binnenstraßen umstritten. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Ausbaggerung der Elbe auf Eilantrag von Umweltschützern im Oktober 2012 zunächst gestoppt. Und damit ruht das Projekt: Eine Entscheidung ist nicht so bald zu erwarten.

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