Duisport: Mit intelligenter Steuerung Hafen-Infrastruktur optimieren

Duisport: Mit intelligenter Steuerung Hafen-Infrastruktur optimieren

Wachsendes Verkehrsaufkommen macht die effiziente und intelligente Nutzung vorhandener Infrastrukturen immer dringlicher. In Duisburg wollen Hafenbetreiber duisport und Siemens deshalb ein innovatives System installieren, um den Lkw-Zulauf zu den Umschlagplätzen der vielseitigen und stark beanspruchten Logistik-Drehscheibe optimal zu steuern.

Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek unterzeichneten die Duisburger Hafen AG und Siemens einen Kooperationsvertrag zur strategischen Zusammenarbeit. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von innovativen Konzepten zur Verkehrsflussoptimierung in multimodalen Verkehrsknotenpunkten. Basis dafür ist die intelligente Lkw-Zulaufsteuerung „Integrated Truck Guidance“ (ITG) des Elektrokonzerns. Das System soll schrittweise dazu beitragen, vorhandene Infrastrukturen effizienter zu nutzen. Bereits Ende des Jahres soll das Pilotprojekt funktionsfähig sein.

Engpässe beseitigen und neue Kapazitäten schaffen
„Die strategische Kooperation mit Siemens eröffnet uns die Möglichkeit, die Effizienz der Verkehrsflüsse an Logistikknotenpunkten zu optimieren. Dadurch werden nicht nur zukünftige Engpässe vorausschauend beseitigt, sondern auch neue Kapazitäten geschaffen. Mit unserem vereinten technischen und logistischen Know-how werden wir so die Effizienz jedes Logistik-Knotenpunkts weltweit nachhaltig steigern können“, erklärte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Die neue Kooperation zwischen duisport und Siemens zeigt eindrucksvoll, wie modernste Automatisierung und Digitalisierung zu mehr Effizienz in Mobilität und Logistik beitragen können“, betonte Jochen Eickholt, Chef der Sparte Siemens Mobility.

Das System soll im ersten Schritt die Daten der Lkw in der Anfahrt auf die Häfen erfassen und sie mit den jeweils aktuellen regionalen Verkehrsdaten wie etwa Reisezeiten, Verkehrslagen sowie -störungen bündeln. Diese Informationen werden dann an mobile Endgeräte sowie an Verkehrsinfo-Schilder in LED-Technik an den Hafenzufahrten übertragen. So erhalten ankommende Lkw-Fahrer bereits alle wichtigen Verkehrsinformationen, um koordiniert und schnell zum nächsten freien Ladeplatz oder Terminal zu gelangen.

In einem weiteren Schritt soll das Duisburger Pilotprojekt zusammen mit den ansässigen Kunden von duisport auf andere Verkehrsträger wie Bahn und Binnenschiff ausgeweitet werden. Die Beteiligten erwarten, dass die Integrated Truck Guidance die Grundlage zur Optimierung und Harmonisierung multimodaler Verkehrsträger im Umschlagsbetrieb bietet. Zudem wollen sie die Integration der unterschiedlichen IT-Systeme vorantreiben, um die frühzeitige Kommunikation zwischen verschiedenen Akteuren des Transportgeschäfts zu gewährleisten – nicht zuletzt, um den Verkehrsfluss generell, sowohl ins Hinterland als auch in Richtung Seehäfen, zu verbessern.

„Wo, wenn nicht hier im Duisburger Hafen, wäre eine moderne Steuerung des Verkehrs sinnvoll, um die intermodale Verknüpfung der unterschiedlichen Verkehrsträger zu beschleunigen. Wann, wenn nicht jetzt an der Schwelle zum automatisierten Fahren wäre der richtige Zeitpunkt dafür. Wer, wenn nicht die Marktführer in Logistik und Verkehrssteuerung, wären die geeignetsten Akteure für dieses Vorhaben“, meinte Minister Groschek.

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