Containerzüge ab Brauerei zum Hamburger Hafen

Containerzüge ab Brauerei zum Hamburger Hafen

Die Warsteiner Brauerei im gleichnamigen Städtchen im Sauerland baut ihre Schienenlogistik aus und öffnet gemeinsam mit einem Speditionspartner ihre Zugkapazitäten für Container-Transporte aus der Region zum Hafen Hamburg. Partnerbahn ist die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE).

Zweimal wöchentlich verkehren Containerzüge zwischen dem eigenen Terminal der Brauerei und dem Kombiverkehrsterminal Eurogate im Hamburger Hafen. Für das Basisvolumen der Transporte sorgt neben Warsteiner mit Bier-Exporten für den US-Markt die Spedition Ostermann aus Höxter. Um zusätzliches Frachtaufkommen in der Region zu akquirieren, gründete Ostermann gemeinsam mit einem Schweizer Partner die Firma Conjoin GmbH als eigene Vermarktungsgesellschaft.

Mehr Güter auf die Schiene
„Seit über zehn Jahren arbeiten wir in der Warsteiner Brauerei intensiv mit daran, die bestehende Eisenbahninfrastruktur sinnvoll zu nutzen und Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dazu bedarf es kreativer Ideen, engagierter Netzwerkpartner und letztlich auch eines langen Atems. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns jetzt zusammen mit Conjoin und der WLE gelungen ist, über unseren brauereieigenen Gleisanschluss eine direkte Container-Verbindung zwischen dem Sauerland und dem Seehafen Hamburg zu schaffen“, erklärt Ulrich Brendel, Technischer Direktor der Brauerei. Warsteiner lässt seit Jahren von der WLE regelmäßige „Bierzüge“ nach München und nach Großbeeren bei Berlin fahren.

Während die Brauerei die Zugdisposition und den Terminalbetrieb übernimmt, ist die WLE für den Zug- und Rangierbetrieb zuständig. Detlef Berndt, Abteilungsleiter Vertrieb/Planung/Service bei dem Bahnunternehmen: „Wir freuen uns über die bereits gute Nachfrage und setzen gemeinsam mit unseren Partnern darauf, die Verkehre weiter auszubauen.“ Ralf Jahncke, Mitinvestor bei Conjoin und geschäftsführender Gesellschafter der TransCare GmbH, ergänzte: „Es bot sich einfach an, den Hamburger Zug der Brauerei auch für weitere Unternehmen in der Region zu öffnen, um die Auslastung zu verbessern. Mittlerweile gibt es Stammkunden aus völlig unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, die im Import wie im Export via Hamburg von der Straße auf die Schiene umgestiegen sind. Der Zug ist fast voll, und wir denken bereits über ein drittes Zugpaar pro Woche nach.“

Bildnachweis: Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH