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Bund investiert weiter in Schienen-güterverkehr

Mehr Gleisanschlüsse, mehr Umschlagterminals, mehr Seehafenhinterlandverkehr auf der Schiene: Dafür hat die Politik in den ersten Januartagen des neuen Jahres mit Finanzierungszusagen erste Weichen gestellt. Die Branche begrüßt die neu gewonnene Planungssicherheit für Investitionen in die Bahn-Infrastruktur.

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Dobrindt gibt grünes Licht für den Lang-Lkw

In der stillen Zeit „zwischen den Jahren“, in der Behörden gemeinhin wenig aktiv sind und die Nation sich im Weihnachtsurlaub befindet, hat das Bundesverkehrsministerium dem umstrittenen Lang-Lkw das deutsche Straßennetz für den „Regelbetrieb“ geöffnet. Kritik gab es nicht nur in den Medien, sondern auch innerhalb der Bundesregierung.

Innovationswettbewerb der Verkehrsträger – wer gewinnt? | Bildnachweis: © thomaslerchphoto | 116654227 | Fotolia.com

Innovations-wettbewerb der Verkehrsträger – wer gewinnt?

Das Güterverkehrsaufkommen in Europa wächst schneller als Erneuerung und Ausbau der Infrastrukturen. Damit Logistik auch künftig reibungslos funktioniert, braucht die Transportbranche deshalb Innovationen, schreibt Hans-Wilhelm Dünner, Herausgeber und Chefredakteur des Fachmagazins „Schiffahrt Hafen Bahn und Technik“, in seiner aktuellen Ausgabe. Hier eine leicht gekürzte Fassung des Editorials.

Wachsender Kombi-Verkehr braucht mehr Umschlagterminals

Wachsender Kombi-Verkehr braucht mehr Umschlag-terminals

Mehr Güter von der Straße auf die Bahn und aufs Schiff: Im Kombinierten Verkehr (KV) mit Containern und Trailern ist das eine Erfolgsstory mit satten Zuwachsraten. Doch wenn der Verkehr auf der Schiene kommt, stößt er dort schnell an die Kapazitätsgrenzen im Netz. Prof. Dr. Sebastian Jürgens, Hafenchef in Lübeck und versierter KV-Experte, beschreibt im Interview einen Markt mit hohen Potenzialen für den Klimaschutz.

Digitalisierung macht Hamburger Hafen smart

Digitalisierung macht Hamburger Hafen smart

Verkehrsinfrastrukturen durchlässiger, Produktionsprozesse leistungsfähiger machen – das sind Vorstellungen der Verkehrsbranche, die sich mit dem Schlagwort Digitalisierung verbinden. Der Hamburger Hafen packt die Dinge bereits an: Mit der „smartPORT“-Strategie für Energie und Infrastruktur macht sich die Hamburg Port Authority (HPA) fit für die Zukunft. 

Mit der Smart-Trucking-App am Lkw-Stau vorbei

Mit der Smart-Trucking-App am Lkw-Stau vorbei

Erst Flüge und Hotelbetten, dann Pauschalreisen und Taxis von Uber: Mit der Digitalisierung entstehen Online-Plattformen, die die Kerngeschäfte der klassischen Verkehrsunternehmen angreifen. Eine Studie der internationalen Unternehmensberatung Oliver Wyman sieht nun auch für das Transport- und Logistik-Geschäft „Smart Trucking“ und die „Shared Mobility“ kommen. Mitautor und -gesellschafter Joris d’Incà im Interview zu den Perspektiven für Straßen- und Schieneninfrastruktur.

Containerzüge ab Brauerei zum Hamburger Hafen

Containerzüge ab Brauerei zum Hamburger Hafen

Die Warsteiner Brauerei im gleichnamigen Städtchen im Sauerland baut ihre Schienenlogistik aus und öffnet gemeinsam mit einem Speditionspartner ihre Zugkapazitäten für Container-Transporte aus der Region zum Hafen Hamburg. Partnerbahn ist die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE).

Bildnachweis: AlpTransit Gotthard AG

Gotthard und Brenner: Im Basistunnel flach durch den Berg

Ein Bauwerk der Superlative: Zwei Tunnel, beide 57 Kilometer lang, durchqueren den Alpen-Hauptkamm und das Gotthard-Massiv bis zu 2.300 Meter tief unter den Berggipfeln – das ist nicht nur der längste, sondern auch der tiefste Eisenbahntunnel der Welt. Nach den Eröffnungsfeiern beginnt der Testbetrieb der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Ab Fahrplanwechsel im Dezember ist der reguläre Betrieb geplant. Rekordverdächtig ist auch der Brenner-Basistunnel, doch mit „nur“ 55 Kilometern wird er knapp kürzer sein als das Gotthard-Bauwerk.

Bildnachweis: Deutsche Bahn AG

Internationale Vernetzung der Basistunnel durch Zulaufstrecken

Der Bau der beiden Alpen-Basistunnel Gotthard und Brenner wird der europäischen Schieneninfrastruktur erhebliche Impulse bringen – jedenfalls dann, wenn die Zulaufstrecken im Norden und Süden für den erwarteten Mehrverkehr ausgebaut sind. Im Norden betrifft das überwiegend das deutsche Bahn-Netz, insbesondere die Rheintalstrecke Basel – Karlsruhe und die Strecken in Südbayern, mit Wirkungen deutschlandweit bis zu den Seehäfen.

Bildnachweis: Deutsche Bahn AG

Digitales Bauen: Tunnel-Einblicke in fünf Dimensionen

Bauen ohne ärgerliche Zeitverzögerungen und extreme Kostensteigerungen – das will das Bundesverkehrsministerium bei großen Infrastrukturprojekten zur Regel machen. Mit digitalen Arbeitsmethoden soll Planen und Bauen deutlich effizienter werden. Alle Schritte von der Projektplanung über die Genehmigung, Ausführung und Inbetriebnahme bis zum Betrieb des Bauwerks werden mithilfe eines Datenpools für alle am Bau Beteiligten transparent und nachvollziehbar gemacht. Eines der ersten Pilotprojekte für das „Building Information Modeling“ (BIM) im Infrastrukturbereich ist der Rohbau des Tunnels Rastatt im Zuge der Neu- und Ausbaustrecke Karlsruhe – Basel.

Schifffahrt und Häfen wollen Vorrang im Bundesverkehrswegeplan

Schifffahrt und Häfen wollen Vorrang im Bundesverkehrs-wegeplan

Einen umfassenden Forderungskatalog zum Ausbau der deutschen Seehafen-Infrastruktur und der Hinterlandverbindungen auf Schiene, Straße und Wasserwegen haben mehrere Branchenverbände der Schifffahrt und der Logistik-Wirtschaft vorgelegt. Anlass für das Papier ist die Nationale Maritime Konferenz, die die Bundesregierung am 19. und 20. Oktober in Bremerhaven veranstaltet.

Projektbeirat stellt Weichen für Rheintalbahn

Projektbeirat stellt Weichen für Rheintalbahn

Die Beteiligten sprechen von einer „historischen Entscheidung“: Im Projektbeirat für den Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel wurde nach jahrelangen Auseinandersetzungen um wesentliche Abschnitte der Trasse eine Einigung auf einen „umwelt- und menschenfreundlichen Streckenverlauf“ erzielt.

Duisport: Mit intelligenter Steuerung Hafen-Infrastruktur optimieren

Duisport: Mit intelligenter Steuerung Hafen-Infrastruktur optimieren

Wachsendes Verkehrsaufkommen macht die effiziente und intelligente Nutzung vorhandener Infrastrukturen immer dringlicher. In Duisburg wollen Hafenbetreiber duisport und Siemens deshalb ein innovatives System installieren, um den Lkw-Zulauf zu den Umschlagplätzen der vielseitigen und stark beanspruchten Logistik-Drehscheibe optimal zu steuern.

12.917

Das deutsche Autobahnnetz umfasst 12.917 Kilometer.

Infrastruktur aktuellEuropas größter Rangierbahnhof: In Maschen über den Berg

Europas größter Rangierbahnhof: In Maschen über den Berg

Hamburgs größter Bahnhof liegt gar nicht in der Hansestadt, sondern vor ihren Toren im nördlichen Niedersachsen: Es ist der Rangierbahnhof in Maschen, der mit Millionenaufwand von Grund auf modernisiert wurde. Er ist Europas größte Güterzug-Drehscheibe überwiegend für den Seehafen-Hinterlandverkehr der deutschen Nordseehäfen. Bis zu 4000 Waggons werden in der Anlage pro Tag zu Zügen zusammengestellt.

Im Infomobil wird Lärmschutz hörbar

Im Infomobil wird Lärmschutz hörbar

Die Deutsche Bahn eröffnet gemeinsam mit der Infrastruktur-Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ einen neuen interaktiven Dialog und geht mit dem Thema Schienenlärm aktiv auf die Bürger zu: Im neuen „Infomobil Lärmschutz“ wird nicht nur die Geräuschkulisse vorbeifahrender Züge erlebbar, sondern dank komplexer Hochtechnologie wird auch hörbar, wie unterschiedliche Schallschutzmaßnahmen den Pegel deutlich senken können.

„Güter auf die Schiene“ – oft nur ein frommer Wunsch

„Güter auf die Schiene“ – oft nur ein frommer Wunsch

Güter gehören auf die Schiene – kaum eine politische Sonntagsrede verzichtet auf diese Forderung. Doch europaweit waren die Bahnen im harten Wettbewerb der Transporteure und der außerhalb Deutschlands flauen Konjunktur zuletzt weit davon entfernt, im großen Umfang Frachtaufkommen zu gewinnen. Im laufenden Jahr könnte sich das in kleinen Schritten ändern.

Infrastruktur aktuellduisport – Logistik-Drehscheibe im Herzen Europas

duisport – Logistik-Drehscheibe im Herzen Europas

Der größte Binnenhafen der Welt in Duisburg an der Ruhrmündung in den Rhein hat sich vom Umschlagsplatz des einstigen „Kohlenpotts“ zu „duisport“ verwandelt – zur modernen, vielseitigen Logistik-Drehscheibe mit weltweiten Verbindungen. Millioneninvestitionen erneuerten und veränderten die Infrastruktur – und sichern über 40.000 Arbeitsplätze.

Chemiekonzern will Güterwagen leiser machen

Chemiekonzern will Güterwagen leiser machen

Gemeinsam mit dem großen Waggonvermieter und Schienenlogistiker VTG will der Chemiekonzern Evonik als eines der ersten Unternehmen der verladenden Wirtschaft einen Beitrag zu leiserem Güterverkehr auf der Bahn leisten.

Drohender Verkehrsinfarkt

Drohender Verkehrsinfarkt

Voraussetzung für den freien Fluss der Waren sind funktionierende Verkehrswege. Angesichts wachsender Verkehrsaufkommen dürfte es allerdings eng werden im Transitland Deutschland, das als Drehscheibe im internationalen Warenstrom eine zentrale Rolle spielt.

Sanierungsbedürftige Bahnbrücken

Nicht nur auf den Bundesfernstraßen sind viele Brücken marode. Auch bei zahlreichen Überführungen in der Zuständigkeit der Deutschen Bahn (DB) gibt es Probleme. Laut Bahnchef Rüdiger Grube sind rund 1.400 Bahnbrücken in Deutschland sanierungsbedürftig.

Enge Schleusen und zu wenig Wasser unter dem Kiel

Auf dem Wasser am Stau vorbei?

Deutschland verfügt über 7000 Kilometer Binnenwasserstraßen und betreibt zehn große Seehäfen an Nord- und Ostsee – eine Alternative zu überlasteten Straßen und Schienen ist die nasse Infrastruktur aber nur bedingt:  Denn auch hier gibt es Engpässe und veraltete Einrichtungen.

35.000

35.000 Schiffe mit einer Ladung von 104 Millionen Tonnen haben 2012 den Nord-Ostsee-Kanal passiert – das zweitbeste Jahresergebnis in der Geschichte des Kanals nach 2008. 

Gütertransport im XXL-Format

Gütertransport im XXL-Format

Containerschiffe werden immer größer. Denn mit wachsender Kapazität beim Schiffsraum lassen sich kräftig Kosten sparen. Das Problem: Häfen und Wasserstraßen können die neuen Mega-Schiffe aber nicht überall aufnehmen.

Weniger Lärm auf der Schiene

Weniger Lärm auf der Schiene

Der Bund will den Schienenlärm bis 2020 halbieren, denn immer mehr Menschen fühlen sich von den lauten Güterzügen erheblich gestört oder sogar gesundheitlich beeinträchtigt. Neben passiven Maßnahmen wie Schallschutzwänden soll der Lärm vor allem an der Quelle bekämpft werden, dem Fahrzeug selbst.

1.000.000

gesunde Lebensjahre pro Jahr verlieren Bürger in den westlichen EU-Ländern durch Verkehrslärm. Diese Zahl legte das WHO-Regionalbüros für Europa in seinem ersten Bericht zur Abschätzung der Krankheitslast durch Umgebungslärm vor.

Lärmschutz ohne Schienenbonus

Lärmschutz ohne Schienenbonus

Der Schienenbonus fällt zum 1. Januar 2015. Darauf hat sich ein gemeinsames Gremium von Bundesrat und Bundestag geeinigt. Für künftige Schienenbauprojekte hat die Entscheidung Folgen: Einerseits werden die Projektkosten steigen, andererseits gewinnen Forschungsprojekte zur Lärmminderung an der Quelle dadurch an Aufwind.

Mehr als 9.000 Kilometer bis zum Ziel

Mehr als 9.000 Kilometer bis zum Ziel

Dass der Güterverkehr zunehmen wird, legen viele Prognosen ausführlich dar. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ein ganz wesentlicher Teil liegt in dem Transportaufwand begründet, der notwendig ist, um ein Produkt herstellen und anbieten zu können. Ein Beispiel.

Quo vadis, Güterverkehr?

Interview: Quo vadis, Güterverkehr?

Der Güterverkehr ist Deutschland nimmt rasant zu. Im Interview erklärt der Logistikexperte Professor Dr. Uwe Clausen, wo die Entwicklung hingeht und welche Chancen Schiene und Wasserstraße angesichts überfüllter Straßen bieten.

Zukunftsmusik Leiser Verkehr?

Zukunftsmusik Leiser Verkehr?

Flüsterasphalt auf der Autobahn, leise Züge auf leisen Gleisen oder Lärmschutzwände mit Solarbetrieb: Die Forschung zum leisen Verkehr hat verschiedene Innovationen hervorgebracht, die Mobilität mit weniger Lärm möglich machen. Doch Lärmschutz ist kein Thema für schnelle Erfolge, meint Professor Dr. Heinrich Weyer, Leiter des Forschungsverbunds Leiser Verkehr beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Spitzenplatz erhalten

Interview: Spitzenplatz erhalten

Die Logistik ist und bleibt eine von Deutschlands Zukunftsbranchen. Davon ist Professor Doktor Christian Kille, Dozent an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und Autor der Studie Top 100 der Logistik, überzeugt. Allerdings sieht er auch die Notwendigkeit, in die Infrastruktur zu investieren.

Image in Gefahr

Interview: Image in Gefahr

Deutschland ist einer der wichtigsten Logistikstandorte in Europa und als Transitland die zentrale Drehscheibe im internationalen Warenstrom. Seine Infrastruktur galt im Ausland lange Zeit als vorbildlich. Doch der gute Ruf bröckelt. Stefan Schröder, Leiter der Bundesinitiative Logistics Alliance Germany, die den Logistikstandort im Ausland vermarktet, berichtet im Interview über den sich anbahnenden Stimmungswechsel.

Neuer Logistik Hot Spot Türkei

Neuer Logistik Hot Spot Türkei

Deutschland ist einer der führende Logistikstandorte in Europa und weltweit. Aber auch andere Länder haben ihre Potenziale erkannt. Nach einer Umfrage des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle ist zum Beispiel die Türkei auf dem besten Weg, zum nächsten Logistik Hot Spot zu werden.

4,3 Milliarden

Im Jahr 2012 wurden laut dem Statistischen Bundesamt insgesamt rund 4,3 Milliarden Tonnen an Gütern in Deutschland transportiert.

Engpass Strasse

Engpass Strasse

Die Straßen und Autobahnen tragen schon heute die Hauptlast des Verkehrs- und Gütertransportaufkommens. Im Rahmen einer Studie mahnt das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln dringenden Handlungsbedarf an.

Güterverkehr legt 2013 wieder zu

Güterverkehr legt 2013 wieder zu

Nachdem der Güterverkehr in Deutschland 2012 zurückgegangen ist, zeichnet sich für 2013 eine Wende ab. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) geht in seiner Anfang März veröffentlichten Mittelfristprognose von einem Zuwachs von rund zwei Prozent aus.

Verkehrsträger sinnvoll verknüpfen

Interview: Verkehrsträger sinnvoll verknüpfen

Der Umfang des Güterverkehrs nimmt weiter zu. Im Interview skizziert Markus Drewitz, Verkehrsexperte beim Schweizer Beratungsunternehmen ProgTrans, die künftige Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen.

Ohne Infrastruktur keine Logistik

Ohne Infrastruktur keine Logistik

Die Logistik gilt als einer der Wachstumstreiber in Deutschland. Mit Blick auf Umsatz- und Beschäftigtenzahlen zählt sie zu den stärksten Wirtschaftsbereichen. Allerdings ist diese Position laut Experten nicht ungefährdet. Vor allem Investitionen in die Infrastruktur werden angemahnt.

950 Milliarden

Auf einen Umfang von rund 950 Milliarden Euro (Stand 2011) wird der gesamte Logistikmarkt in Europa laut der Bundesvereinigung Logistik geschätzt. Deutschland hat daran einen Anteil von gut 20 Prozent.

Erste Warnsignale

Erste Warnsignale

Deutschland zählt im internationalen Ranking nach wie vor zu den besten Logistikstandorten weltweit. Das hat der Logistics Performance Index (LPI) 2012 der Weltbank erneut bestätigt. Seinen Platz an der Spitze hat es allerdings eingebüßt.