Langer Atem für Deutschland-Takt

Von begeisterter Euphorie bis zu tiefer Skepsis reichen die öffentlichen Reaktionen auf die Pläne der Politik für einen Deutschland-Takt auf der Schiene. Deutlich wird aber auch: Die Sehnsucht nach einem gut funktionierenden, weithin flächendeckenden Bahnsystem ist so groß wie wohl noch nie seit dem Siegeszug des Autos. Doch noch fehlt dafür die entsprechend ausgebaute Infrastruktur.

Bildnachweis © Max_Boegl

Interview: Nahverkehr per Magnetbahn

Auf den Transrapid könnte das „TSB” folgen – das „Transport System Bögl”. Das mittelständische Bauunternehmen Max Bögl war Konsortialpartner bei den Transrapid-Projekten für den Fahrweg. Während sich die Bahnindustrie still und leise von der Magnetbahn verabschiedet hat, hat die Firmengruppe Max Bögl die Technologien weiterentwickelt, um ihre Schwebebahn für den Personennahverkehr nutzbar zu machen. Im ausführlichen Interview beschreibt Dr. Bert Zamzow, Bereichsleiter TSB, die Details.

Bildnachweis © www.bahnbilder.de | Tobias Schuminetz

Gleisanschlüsse für mehr Güterverkehr

Jahrzehntelang verschwanden landauf, landab die Gleisanschlüsse im deutschen Schienennetz. Seit 2004 sollen sie wiederkommen, um Verkehr von der Straße auf die Schiene zu holen – gefördert mit Bundesmitteln. Doch die Rückbesinnung kommt nur langsam voran, zeigte die erste gemeinsame Gleisanschluss-Konferenz des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME).

Bildnachweis © Eberhard Krummheuer

Buchkritik: Thriller vom Bahnexperten

Eisenbahnbücher sind in aller Regel Fachliteratur oder opulente Bildbände für Bahn-Fans. Nun hat sich ein lang gedienter Eisenbahner getraut, einen Thriller zu schreiben: „Der Tunnel” heißt das Werk von Hans Leister, der als Manager und Berater seit Jahrzehnten in der Branche tätig ist. Er lässt seine düster-spannende, apokalyptische Geschichte zu großen Teilen im Röhrensystem des Gotthard-Basistunnels spielen.

Bildnachweis © Eberhard Krummheuer

Hybride Busse und Bahnen sauber unterwegs

Emissionsfreier ÖPNV kommt voran: Nachdem der mit Strom aus Wasserstoff angetriebene iLint von Alstom aus der Coradia-Triebzugfamilie pünktlich zur Bahntechnikmesse Innotrans in den fahrplanmäßigen Liniendienst in Niedersachsen ging, präsentierten auch die Hersteller Bombardier und Siemens auf der Schau in Berlin ihre sauberen Züge für nicht elektrifizierte Bahnstrecken. Und die rheinische Großstadt Solingen, größter deutscher Betreiber eines Obus-Netzes, will alle Dieselbusse abschaffen zugunsten von Obussen mit zusätzlicher Batterie für den hybriden Einsatz auf Strecken ohne Oberleitung.

Bildnachweis © André Dietenberger

Saubere Luft für Rhein-Neckar

Über Ländergrenzen und den Rhein hinweg planen die Großstädte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen gemeinsam klimaneutrale Mobilität für morgen. Ein von den Kommunen und den Verkehrsunternehmen im letzten Jahr erarbeiteter Masterplan, für den der Bund aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft” sechsstellig Mittel zur Verfügung stellt, ist inzwischen mit einer Fülle von Einzelvorhaben konkretisiert.

Bildnachweis © Andreaphoto | 72253529 | shutterstock.com

Gutachten: Grundrecht auf Parken abschaffen

Weniger und erheblich teurere Parkplätze in den Innenstädten, deutlich schmerzhaftere Knöllchen-Preise für Falschparker: Mit diesen sicherlich noch weithin unpopulären Ideen will der Thinktank Agora Verkehrswende öffentliche Flächen in den Kommunen „gerechter allen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stellen”. Städte sollen lebenswerter werden und Spielräume für nachhaltige Mobilität schaffen. Ein Rechtsgutachten zeigt der Kommunalpolitik ihre Möglichkeiten auf.