Grünes Licht für den Verkehrswegeplan

Noch rechtzeitig vor dem Beginn des Bundestagswahljahres 2017 hat die Große Koalition Anfang Dezember den Bundesverkehrswegeplan 2030 im Bundestag auf den Weg gebracht. Über tausend Projekte mit einem Investitionsaufwand von 270 Milliarden Euro stehen im Programm. Was davon realisiert wird, hängt in den nächsten Jahren an der jeweiligen Kassenlage des Bundes. Reichlich Kritik gab es von der Opposition.

Mit Nutzerfinanzierung den Investitionsstau abbauen | Bildnachweis: © Bildnachweis Stockberg | Foto Peter Hübner

Mit Nutzer-finanzierung den Investitionsstau abbauen

Dipl.-Ing. Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und Vorstandsmitglied des Strabag-Konzerns, plädiert im Interview für Nutzerfinanzierungen der Verkehrsinfrastruktur. So könnte der Investitionsstau kontinuierlich und unabhängig vom öffentlichen Haushaltsrecht abgebaut werden.

Innovationswettbewerb der Verkehrsträger – wer gewinnt? | Bildnachweis: © thomaslerchphoto | 116654227 | Fotolia.com

Innovations-wettbewerb der Verkehrsträger – wer gewinnt?

Das Güterverkehrsaufkommen in Europa wächst schneller als Erneuerung und Ausbau der Infrastrukturen. Damit Logistik auch künftig reibungslos funktioniert, braucht die Transportbranche deshalb Innovationen, schreibt Hans-Wilhelm Dünner, Herausgeber und Chefredakteur des Fachmagazins „Schiffahrt Hafen Bahn und Technik“, in seiner aktuellen Ausgabe. Hier eine leicht gekürzte Fassung des Editorials.

Infrastruktur aktuellVerkehr im Tunnel: Unterm Deckel, in der Röhre | Bildnachweis: © Förderverein Cargo Sous Terrain

Verkehr im Tunnel: Unterm Deckel, in der Röhre

Wenn Verkehrswege neu geplant werden, ist eine Forderung der Bürger schnell formuliert: Am besten die Infrastruktur in einem Tunnel bauen und so für Lärmschutz und weniger Luftverschmutzung sorgen. Trotz der damit rasant steigenden Kosten sind Großprojekte politisch häufig gar nicht mehr anders durchsetzbar. Neben eher klassischen Lösungen gibt es auch innovative Ideen für Gütertransporte und originelle Vorstellungen für Radwege.

© INFRA Dialog Deutschland GmbH | Philip Nuernberger

Planungsstau bremst Investitionen für Verkehr

Trotz reichlicher zur Verfügung stehender Mittel kommt der Infrastrukturausbau nicht voran, denn in Deutschland mangelt es an baureifen Projekten. Zudem ist der Investitionsstau längst nicht überall beseitigt: Den Kommunen fehlen Milliarden für Straßenbau und Nahverkehr. Das verdeutlichte der 4. WELT-Infrastrukturgipfel, den die Tageszeitung „DIE WELT“ gemeinsam mit der Initiative „Damit Deutschland vorne bleibt“ und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am 9. November in Berlin organisiert hatte.

© Deutsche Bahn AG | Uwe Miethe

Regionalisierungs-mittel stehen endlich im Gesetz

Der fast zwei Jahre anhaltende Konflikt zwischen Bund und Ländern um die Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist nun auch formal vom Tisch. Weithin unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Bundestag am 10. November 2016 einstimmig das Regionalisierungsgesetz fortgeschrieben. Wie zwischen Regierung und den Ministerpräsidenten bereits im Juni 2016 vereinbart, gibt es mehr Geld für die Länder, und das bis 2031 jährlich steigend um 1,8 Prozent. Ausgangspunkt in diesem Jahr: 8,2 Milliarden Euro.

© Deutsche Bahn AG | Uwe Miethe

Gesucht: Engagierte Politiker für mehr Bahn

Die acht deutschen Verbände des Eisenbahn- und Verkehrssektors treten mit einer Stimme gemeinsam für eine „Verkehrswende“ mit besseren politischen Rahmenbedingungen im Schienenverkehr ein. Sie fordern die nächste Bundesregierung auf, die Weichen für erfolgreiche und nachhaltige Mobilität und Logistik per Bahn zu stellen. Das Papier bezieht klare Positionen für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf und die Programme der Parteien.