Nur Milliarden-Investitionen für ÖPNV sichern Klimaschutz

Die Klimaschutz-Ziele sind in den vom Autoverkehr hoch belasteten Städten und Ballungsräumen nachhaltig nur durch die Verkehrswende mit viel mehr Umsteigern vom Auto in Busse und Bahnen zu erreichen. Dafür muss der ÖPNV dringend ausgebaut und attraktiv gemacht werden, mahnt VDV-Präsident Jürgen Fenske. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) fordert er erhebliche öffentliche Investitionen, insbesondere ein Sonderprogramm der nächsten Bundesregierung mit 15 Milliarden Euro in zehn Jahren.

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Intensive Suche nach innovativer Bahn

Die Bahn-Branche sucht nach neuen Ansätzen, um mehr Verkehr auf die Schiene zu bekommen. Auf dem 5. Railway Forum in Berlin verdeutlichten Hersteller und Betreiber, dass große Modernisierungschancen wie etwa die digitale Transformation zwar erhebliche Chancen bieten. Zugleich aber stellt sie Herausforderungen auf, die nur mit gemeinsamen Kraftanstrengungen und einem grundlegenden Umdenken zu verwirklichen sind.

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Amerikanischer Traum von der Reise in der Röhre

Schon Jules Verne hatte die Vision von U-Bahnen, die mit Druckluft durch Röhren gepresst werden. Der fantasiereiche Investor Elon Musk hält sein Transportsystem „Hyperloop“ gar nicht mehr für eine Utopie, sondern für eine machbare Innovation. Auf dem 5. Railway Forum in Berlin bekam die Bahn-Branche hautnah Einblicke in eine Idee, die – etwas vollmundig – den Abschied von der teuren Rad-/Schiene-Technologie propagiert.

Berlin: Mobilitätsgesetz ganz ohne Auto | Bildnachweis: © pixabay.de

Berlin: Mobilitätsgesetz ganz ohne Auto

Mitten in der Sommerpause hat der rot-rot-grüne Senat in Berlin den Referentenentwurf für ein Mobilitätsgesetz vorlegt – und damit in der Hauptstadt heftige Diskussionen ausgelöst. Viele Kritiker sehen in dem Entwurf ein von der Radfahrer-Lobby inszeniertes Anti-Auto-Gesetz. In dem bundesweit bislang einmaligen Paragrafenwerk will sich das Land Berlin aber auch zum Ausbau und Vorrang des ÖPNV verpflichten.

Diesel-Nahverkehr bis weit in die 30-er Jahre | Bildnachweis: © InnoTrans 2016 | Ralf Günther

Diesel-Nahverkehr bis weit in die 30-er Jahre

Im Schienenpersonennahverkehr in Deutschland wird es wohl bis weit in die 30-er Jahre dieses Jahrhunderts trotz Klimaschutz-Politik einen starken Anteil an Dieseltraktion bzw. Dieseltriebzügen geben. Das verdeutlicht der kürzlich veröffentlichte „Wettbewerbsfahrplan“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV). Fast ein Viertel der voraussichtlich bis 2031 zu vergebenen Verkehrsleistungen können der Prognose zufolge nicht als elektrischer Betrieb bestellt werden.

Bahn-Technik für den elektrischen LKW | Bildnachweis: © www.siemens.com/presse | Michael Setzpfandt

Bahn-Technik für den elektrischen LKW

Deutschlands Autofahrer werden sich auf den Autobahnen möglicherweise an einen neuen Anblick gewöhnen müssen – an Strommasten und Oberleitungen an und über den Pisten. Gefördert mit reichlich Steuergeld entsteht in Hessen ein zunächst zehn Kilometer langer „eHighway“ als erste Teststrecke für elektrischen Lkw-Betrieb. Nicht anders als Trolleybusse, Trams oder Triebfahrzeuge der Bahn sollen Hybrid-Lkws hier mit Strom aus einer Oberleitung klimafreundlich elektrisch fahren.

Den Weg für innovative Konzepte bereiten

Den Weg für innovative Konzepte bereiten

Wie kann eine verlässliche Finanzierung für Bus und Bahn sichergestellt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Länderkonferenz für den Öffentlichen Personenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 160 Teilnehmer diskutierten mit Verkehrsminister Christian Pegel sowie weiteren Akteuren aus Politik und Verbänden über die verkehrspolitischen Herausforderungen im Land und mögliche Lösungsansätze.