Politik verspricht Stärkung des öffentlichen Verkehrs

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) , Foto, bekannten sich auf der Jahrestagung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit klaren Aussagen zur weiteren nachhaltigen finanziellen und politischen Unterstützung des ÖPNV und des Schienengüterverkehrs in der nächsten Legislaturperiode des Deutschen Bundestages. Die Politiker versprachen in Hannover den Abbau des Sanierungsstaus, faire Wettbewerbsbedingungen für die Schiene, Planungsbeschleunigung und Ausbau der Digitalisierung.

Sechs Punkte für "Deutschland mobil 2030" | Bildnachweis: © Michael Fahrig

Sechs Punkte für „Deutschland mobil 2030“

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) setzt sich mit dem Sechs-Punkte-Programm „Deutschland Mobil 2030“ dafür ein, die Verkehrswende in Deutschland endlich zu schaffen. Um die großen Herausforderungen im Klimaschutz und bei der Luftreinhaltung zu meistern, sind aus Sicht des Verbandes im Koalitionsvertrag der kommenden Bundesregierung konkrete Maßnahmen und Ziele einer Verkehrswende zu verankern. Die sechs Punkte für Deutschland Mobil 2030:

Mobility Inside – per App durchs Land | Bildnachweis: © Michael Fahrig

Mit Mobility inside per App durchs Land

Nach bislang eher langwierigen Bemühungen für ein bundesweites Tarif- und Ticketsystem im Nah- und Fernverkehr plant die Verkehrsbranche jetzt die digitale Lösung. Schon ab 2019 will sie mit einer bundesweiten Plattform antreten, die nicht nur Fahrwege, Fahrpläne, Fahrpreise und weitere Informationen via App individuell und maßgeschneidert aufs Smartphone bringt, sondern auch die bargeldlose Bezahlung übers Konto möglich macht. „Mobility inside“ heißt das Produkt der deutschen Verkehrsunternehmen.

Aus der Steinzeit in die digitale Zukunft | Bildnachweis: © Messe München, Christian Hartlmaier / Klimaneutral mit Bussen und Bahnen | Bildnachweis: © Stadtwerke Bonn, Autor Stefanie Schwarz

Aus der Steinzeit in die digitale Zukunft

Die Lage des Schienengüterverkehrs ist aus der Sicht der Logistikbranche ernst, aber nicht hoffnungslos. Die Potenziale der digitalen Transformation könnten dem Verkehrsträger positive Impulse geben. Das ist zumindest ein Eindruck von der Fachmesse transport logistic Mitte Mai in München.

Automatisch auf der letzten Meile | Bildnachweis: © basf.com, Claudia Schäfer

Automatisch auf der letzten Meile

Der Lkw fährt beim Verlader und beim Empfänger direkt bis auf den Hof. Im Schienengüterverkehr sind die erste und die letzte Meile die Kostentreiber, die nicht selten die Bahn aus dem Wettbewerb boxen. Der Chemiekonzern BASF, selbst Eisenbahnverkehrsunternehmen, stellte auf der transport logistic seine innovative Problemlösung vor: das Automatic Guided Vehicle.

Polit-Prominenz zur VDV-Jahrestagung | Bildnachweis: © üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG

Polit-Prominenz zur VDV-Jahrestagung

Verkehrspolitische Prominenz aus der ersten Reihe erwartet der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) auf seiner Jahrestagung vom 7. bis 9. Juni in Hannover. Angesagt haben sich neben zahlreichen Fachleuten für „Verkehrspolitische Reden“ zwei Verkehrsminister, ein Verkehrsstaatssekretär und als Keynote-Sprecher ein bekannter Bundesabgeordneter.

Bildnachweis Aufmacher: © DLR, Stadtwerke Bonn (SWB) / Martin Magunia | Bildnachweis Artikel: © DLR

Schienengüterverkehr: Digital den LKW überholen

Güterzüge im ICE-Tempo, Waggons, die mit eigenen Antrieben autonom Zugbildung und -trennung vornehmen und einzeln die letzte Meile fahren: So könnte die Zukunft des Schienengüterverkehrs aussehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat jetzt dafür ein Konzept vorgestellt – den „Next Generation Train Cargo“. Die vom Siegeszug des Lkw und niedrigen Margen gebeutelte Branche versucht derweil erst einmal, das bestehende System mit Digitalisierung besser zu machen.