Klimaschutz mit dem E-Bus geht nur mit Ökostrom

Verkehrspolitik und Verkehrswirtschaft sind sich prinzipiell einig: Ohne Elektromobilität ist die Klimawende im Verkehr nicht zu schaffen. Auch wenn der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bereits einen Großteil seiner Leistung elektrisch erbringt und moderne Dieselbusse mit EURO-VI-Abgasnorm kaum noch Emissionen ausstoßen, gehört die Zukunft im Linienverkehr dem Bus mit Elektroantrieb, dem E-Bus. Doch noch sind innovative, saubere Systeme technisch nicht ausgereift – und für die Verkehrsunternehmen zu teuer.

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Mit Eisbrechern aus der Branche E-Mobilität im ÖPNV vorantreiben

Der Elektro-Antrieb im Linienbus ist ohne Alternative. Das macht Prof. Dr. Adolf Müller-Hellmann, Initiator der Veranstaltungsreihe der VDV-Akademie und des Forums für Verkehr und Logistik zum Thema E-Bus, im Interview deutlich. Viele Fragen sind noch offen, doch prinzipiell verspreche die neue Technologie nicht nur ökologisch sauberen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), sondern auch wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für die Verkehrsunternehmen.

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Neue Bundesförderung für Wasserstoff-Antriebe

Batteriebus oder Brennstoffzellenbus mit Strom aus Wasserstoff? Oder beides? Eine der zentralen Fragen der Elektromobilität für Linienbusse ist noch unbeantwortet. Das Bundesverkehrsministerium hat jetzt einen 250 Millionen Euro schweren Fördertopf für Forschungs- und Entwicklungsprojekte für Brennstoffzellenfahrzeuge im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für den Zeitraum 2017 bis 2019 bereitgestellt.

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Bahn-Güterverkehr verliert weltweit Geschäft

Der Schienengüterverkehr sank erstmals seit der Finanzkrise im Jahr 2015 weltweit um 4,4 Prozent und hat sich wohl auch im Jahr 2016 weiter verringert. Das beschreibt eine aktuelle Studie der Bahn-Beratungsfirma SCI Verkehr. Viel Mühe hat auch die kriselnde DB Cargo, während die Nachbarn in der Schweiz sich wieder berappeln. In globaler Sicht soll es ab 2018 wieder aufwärts gehen.

Elektrobus noch kein Selbstläufer | Bildnachweis © Stadtwerke Osnabrück (Artikelbild) und © BVG Oliver Lang (Vorschaubild)

Elektrobus noch kein Selbstläufer

Elektrobusse haben noch Kinderkrankheiten und sind in der Anschaffung und im Betrieb erheblich teurer als Dieselbusse. Damit sie dennoch möglichst schnell zu einer Dekarbonisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), also zum Abschied von fossiler Antriebsenergie beitragen können, müssen Verkehrsunternehmen, Hersteller und Politik noch Probleme lösen.

"Hydrogen Council" für Wasserstoff-Züge | Bildnachweis: © Alstom-Michael Wittwer

„Hydrogen Council“ für Wasserstoff-Züge

Am Rand des World Economic Forum in Davos haben 13 weltweit führende Unternehmen aus den Bereichen Energie, Verkehr und Industrie eine internationale Initiative ins Leben gerufen. Das „Hydrogen Council“ will die Energiewende mithilfe von Wasserstoff vorantreiben. Mitgründer ist der Bahntechnik-Konzern Alstom, der in Deutschland den ersten Regionaltriebzug mit Brennstoffzellen-Antrieb entwickelt.

Verkehrsminister vergibt weiter Öpp-Konzessionen | Bildnachweis: © Adobestock 23205163 | Fotolia 23205163 | Digitalstock

Verkehrsminister vergibt weiter Öpp-Konzessionen

An öffentlich-privaten Partnerschaften (ÖPP) zur Verkehrsinfrastruktur-Finanzierung scheiden sich die Geister. Doch trotz weit verbreiteter Skepsis in der Politik und beim Bundesrechnungshof hat das Bundesverkehrsministerium immer mehr Konzessionen zum Bau und Betrieb von Fernstraßen an große Konzerne vergeben. Jeder zehnte Autobahnkilometer in Deutschland ist inzwischen über ÖPP-Modelle finanziert.